Die 3o Minuten Flug erwiesen sich jedoch als absolut harmlos und wir landeten ohne Zwischenfall in Mae Hong Son. Die Stadt gefiehl uns auf Anhieb. Klein, ruhig und gepflegt. Mittendrin ein kleiner Markt. Gemaess Reisefuehrer ist ein ca 1km langer Fussweg in das Stadtzentrum kein Problem. Wir also zu Fuss los. Da wir noch keine Buchung hatten fuer diese Stadt, dachten wir dies sei eine gute Gelegenheit alles in Ruhe anzuschauen zu koennen. Leider kamen einfach keine Guesthaeuser und wir entschieden uns dann doch ein Tuk Tuk zu dem im Reisefuherer angegebenen Guesthouse zu nehmen. Die Fahrt dauerte keine Minute, da wir uns kurz davor befanden. Um uns nicht doof aussehen zu lassen und damit die 40 Bath wenigsten einigermassen gerechtfertigt waren, fuhr der Fahrer einmal um ein Quartier um uns dann mit einem riesen Grinsen zu erklaeren "here we are...." Das Guesthaus liegt direkt an einem See und gegenueber befindet sich ein wunderschoener Tempel.
Die Strecke erwies sich laenger als vermutet war jedoch sehr unterhaltsam. Im offenen Tuk Tuk wehte einem der angenehme Fahrtwind um die Ohren, schliesslich ist es hier um die 32 Grad, und wir sahen viele interessante Sachen. Unter anderem auch Elefanten.
Endlich angekommen, machten wir uns gespannt auf den Weg. Die Longnecks sind die meist fotografiertesten Frauen der Welt, weil ihnen bereits im Kindesalter goldene Ringe um Hals, Arm- und Fussgelenke gelegt werden. Dies entspricht ihrem Schoenheitsideal. Urspruenglich stammen sie aus Burma. Sind jedoch nach Thailand uebersiedelt worden um dort an den Touristen Geld zu verdienen. Es war dann auch sehr touristisch, trotzdem sind es schoene Fotomotive.
Am Abend fand direkt vor dem Guesthouse ein typisch einheimischer Markt statt. Choege entdeckte schnell, dass es auch einen Crepesstand hat. Ich wollte jedoch erstmal etwas anständiges essen. Danach machten wir einen romantischen Spaziergang um den See, vorbei am beleuchteten Tempel und kamen dann zum Crepesstand. Choege stand jedoch vor den falschen und hatte schlussendlich etwas undefinierbares in der Hand. Teig gefuellt mit Hackfleisch. Ich lachte ihn aus, ihm schmekte es jedoch hervorragend. Ich ging lachend einen Stand weiter und holte mir den langersehenten Crepes. Wir setzten uns auf die Veranda vor dem Guesthouse und tranken eine riesen Flasche Singha Bier und genossen unsere mehr oder weniger "einheimischen" Spezialitaeten. Choege hatte zum Glueck genug und nahm nur einen Bissen von meinem Crepes der doch sehr gut schmeckte. Ich sollte dies jedoch bitter bereuen. Mitten in der Nacht wachte ich auf und konnte nur noch einen Satz ins Bad nehmen. Die ganze Nacht ging das ganze in beide Richtungen. Jedes mal wenn ich an den "feinen" Crepes dachte musste ich auf ein neues rennen. Ich werde mein Leben lang keine Crepes mehr geniessen koennen.... Morgens um sechs hatte Choege Erbarmen und machte sich auf die Suche nach einer Flasche Cola. Er wurde tatsaechlich fuendig. Ich trank literweise Cola und allmaehlich wurde es ein wenig besser, so dass ich mich doch tatsaechlich in den Billigvogel setzen konnte. In Chiang Mai fassten wir unser Gepaeck und bezogen unser Zimmer im Guesthouse. Dies war nun aber eine definitive Katastrophe. Da mir immer noch kotzuebel war, nahm ich das ganze einfach hin und legte mich ins Bett. Choege machte sich inzwischen einen gemuetlichen Nachmittag, flanierte in der Gegend herum und genoss die weiberfreie Zeit. Dies ist ja in Thailand bekanntlich einfach ;-))