Die Fahrt durch die Berge war sehr amüsant. Unterwegs sprangen uns dauernd Leute vors Auto, die alle zum Markt ins nächste Dorf mitfahren wollten. Es ging nicht lange und unser Pickup war voll beladen mit Menschen, die alle hinten auf der „Brügi“ sassen. Bequem sah das nicht gerade aus, aber hier ist man scheinbar mit wenig zufrieden. Unser Wagen war jedenfalls nicht mehr von denen der Einheimischen zu unterscheiden.
In Bontoc besuchten wir dann ein Openair Museum, das viel Wissen über das Leben der Bergvölker vermittelt. Unglaublich, was die so für Lebensgewohnheiten haben, vor allem der Totenkult ist hier teilweise sehr speziell. Die Toten werden in Särgen hoch oben an die Felsen gehängt. Das wollten wir uns dann natürlich vor Ort anschau
Nach dem Mittagessen machten wir uns also mit Reiseführer bewaffnet auf den Weg um die hängenden Särge anzuschauen. Es dauerte nicht lange und wir wurden von drei kleinen Knirpsen begleitet. „Do you need a Guide?“ beantworteten wir noch klar mit „no“. Trotzdem folgen sie uns mit geringem Abstand und bei der ersten Unsicherheit, die wir uns anmerken liessen standen sie neben uns und übernahmen die Führung. Wir amüsierten uns köstlich und begannen mit Ihnen zu plaudern. Patrica, J.R. und Enrico führten uns natürlich innert kürzester Zeit zu unserem Ziel. Unterwegs zeigten sie uns auch noch Knochen die in einer Höhle herumlagen und auf dem Friedhof deuteten sie uns mit dem Finger leise zu sein. Wir mussten uns eingestehen, dass wir ohne die Kids viel länger gebraucht hätten um die Särge zu finden und gaben ihnen dann halt auch ein kleines Trinkgeld.
Als wir auf dem Rückweg waren, kam uns bereits der nächste Tourist entgegen
Zurück im Dorf setzten wir uns ins Yoghurt House, ein kleines Restaurant mit Balkon im ersten Stock und bestellten den viel gelobten Joguhrt. Muss also sagen das ich noch nie einen besseren gegessen habe. Wie das Rezept allerdings in dieses Kaff kommt ist mir mal wieder ein Rätsel. Möglicherweise lebte die Besitzerin mal in der Schweiz, da auch Berner Rösti auf der Karte steht, obwohl es ein rein philippinisches Restaurant ist.
Am dritten Tag unserer Reise fuhren wir über die spektakuläre Helsama Road Richtung Baguio. Spektakulär, weil einerseits die Natur sehr eindrücklich ist, andererseits weil die Strasse teilweise sehr ausgesetzt und nicht gesichert ist. Zumdem kamen uns wieder die verrücktesten Fahrzeuge mit den unmöglichsten Ladungen entgegen. Nik hat zum Glück die Strecke schon x-mal zurückgelegt und kennt den Weg mit all seinen Tücken. Im letzten Oktober wurde ein Teil dieser Provinz von dem schweren Taifun heimgesucht, welcher Tod und Verwüstung gebracht hat. Überall fehlen ganze Strassenstücke die mittlerweile wieder notdürftig aufgeschüttet wurde
Unterwegs haben wir an verschiedenen Orten angehalten. Unter anderem auch auf einem Markt. Dort hingen an einem Stand ganze „Chuegrinde“. Wir möchten euch dieses Bild natürlich nicht vorenthalten ;-)) Kurz vor Baguio haben wir auch noch auf einer Strawberry Farm angehalten und natürlich Erdbeeren gekauft. Diese werden extra für die reichen Leute in Manila angebaut. Sämtliche einheimischen Touristenbusse halten hier, da
Nach 6 Stunden Fahrt sind wir dann in Baguio angekommen. Obwohl dies für die Filippinos der Touristenort schlechthin ist, finden wir die Stadt einfach nur schrecklich. Laut, stinkend, überfüllt und wieder total amerikanisch. Ist nicht das erste Mal das uns ein asiatisches Highlight nicht zusagt, dafür verstehen die Asiaten dann nicht warum wir uns an einsamen Stränden oder alten Dörfer erfreuen können. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.
Nun hocken wir also in unserem Hotelzimmer, schauen TV und haben Zeit unseren Blog zu aktualisieren. Morgen geht es dann mit dem Bus nach Manila wo wir nochmals eine Nacht verbringen werden, bevor wir nach Palawan fliegen. Der Hauptstadt schauen wir mit gemischten Gefühlen entgegen, da man so einiges an Horrorgeschichten darüber hört. Mal schauen was uns da so erwartet. In der Zwischen Zeit liebe Grüsse an alle und bis bald eis wieder….