In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche-Träume-Entdecke - Mark Twain

Das sind wir...

Das sind wir...

Montag, 11. April 2011

Angekommen in Bangkok...

Die Express Line vom Flughafen in die Stadt ist nun endlich, mit etlichen Jahren Verspätung, fertiggestellt worden. Ist natürlich klar, dass wir diese Option sofort ausprobieren mussten, möglicherweise ist es ja eine echte Alternative um der Bangkoker Taxi Mafia zu entkommen. Wir fanden die Station auf Anhieb, setzen uns in den Zug und studierten die Bezeichnung der Stationen. Wir waren uns schnell einig, wo wir aussteigen müssen. Der Zug fährt mit einem höllen Tempo Richtung City. Wir waren begeistert, wir werden so schnell wie noch nie im Hotel ankommen. Falsch gedacht.... beim ersten Halt blieben wir sitzen, in der Meinung dass wir noch weitere 2 Stationen fahren müssen. Der Halt dauerte unglaublich lange, so dass wir uns bereits wunderten, als sich der Zug wieder in Bewegung setzte. Nur leider in die falsche Richtung, wir fuhren wieder zurück zum Flughafen. Super was ist denn nun los????? Zurück am Flughafen merkten wir, dass es zwei verschiedenen Linien gibt und wir natürlich die Express Line erwischt haben, die extrem teuer ist und irgendwo in der Stadt hält wo sicher kein Tourist aussteigen möchte. Wir brauchten schlussendlich doppelt so lange wie sonst und kamen nach dem langen Flug total übermüdet und ziemlich genervt im Hotel an. Das kommt davon, wenn man das Gefühl hat, ein alter Haase zu sein und Sachen ausprobiert ohne sich vorher richtig zu informieren…. Mittlerweile plagte uns auch noch ziemlich heftiger Hunger, also machten wir uns auf den Weg, um eine einigermassen ansprechende Strassenküche zu finden suchen. Wir wurden schnell fündig. Nicht weit von unserem Hotel gibt es neuerdings eine Foodstrasse, in der man nach Lust und Laune schlemmen kann. Wir haben uns quer durch die Karte "gefressen" und unsere Laune besserte sich merklich ;-)) Nach der Schlemmerei gönnten wir beide uns noch eine ausgiebige Massage um danach endgültig tot müde ins Bett zu fallen. Wir hatten das Schlafengehen am Abend zuvor viel zu lange hinausgezögert, mit dem Resultat, dass wir erst am Mittag erwachten. Super, dabei hat unser Hotel ein hammer Frühstücksbuffet. Also haben wir auch das verpasst, langsam aber sicher zweifelten wir wirklich an uns und machten uns leicht sauer auf den Weg um etwas Essbares aufzutreiben, dass unsere europäischen Mägen auch als Frühstück erkennen können. Wir kauften diverse Früchte und landeten schlussendlich bei Starbucks, wie kann es anders sein ;-)) Nach einem guten Kaffee sieht doch die Welt schon ganz anders aus. Am Nachbarstisch sass ein älteres Ehepaar, welches wir schnell als Schweizer identifiziert haben. Umgekehrt natürlich auch, es dauerte nicht lange und der Mann stand mit dem Stadtplan an unserem Tisch. Ob wir ihm möglicherweise helfen könnten, sie haben sich scheinbar verlaufen und niemand könne ihnen verlässliche Angaben machen, wo sie sich befinden. Natürlich konnten wir… Andrea und Andreas kommen aus Schwarzenburg, sind das erste Mal in Asien und entsprechend überfordert. Ich bewundere ihren Mut einfach so drauf los zuziehen. Wir boten ihnen schlussendlich an, sich uns anzuschliessen, da wir eh auf den Fluss wollten. Wir machten mit den beiden also eine Flussfahrt, zeigten ihnen einen Markt und setzten sie letztendlich beim Königspalast ab. Es waren zwei nette Leutchen und ich denke dass wir ihnen ein paar wertvolle Tipps geben konnten. Jedenfalls war es sehr amüsant. Chöge und ich landeten in einem Nachbarstempel vom Königspalast. Dort fanden die Vorbereitungen für das anstehende Songkran Fest statt. Dies ist das thailändische Neujahrsfest, welches natürlich auch einen buddhistischen Hintergrund hat. Eines von vielen Ritualen ist, dass man Buddha ein Haus bauen soll. Die Mönche karren den ganzen Tag Sand in den Tempel, damit die Thais ihre Häuschen stellen können. Weiters spielt auch die Reinigung eine grosse Rolle, so dass das ganze am Ende in eine landesweite Wasserschlacht ausartet. Wir werden leider oder zum Glück (da bin ich mir nicht so sicher) vor dem offiziellen Beginn Thailand verlassen. Zum Schluss besuchten wir natürlich wie üblich die Khao San Road, welche uns in diesem Jahr jedoch nicht so geflasht hat, wie die Jahre zuvor. Keine Ahnung ob sie wirklich an Flair verloren hat oder wir bereits ein wenig abgestumpft sind, jedenfalls freue ich mich nun auf Laos, in der Hoffnung dort ein noch typisch asiatisches Land anzutreffen, in dem uns noch vieles skurril erscheint. Thailand ist mir mittlerweile schon viel zu westlich angehaucht.

Dienstag, 17. August 2010

Unser nächster Trip steht fest…

Eigentlich wäre es Chöges Wunsch gewesen nach Kuba zu fliegen. Wir hatten uns bereits zwei Reiseführer gekauft und die Routenplanung war auch schon fast fertig, als die Bohrinsel im Golf von Mexiko abgesoffen ist. Die Nordküste Kubas liegt nur etwa 120 km von Florida entfernt. Als wir die schlimmen Bilder von den Küsten dort gesehen haben, ist uns die Lust gründlich vergangen und wir haben unser Vorhaben erstmals begraben. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!
Da wir beide noch viele Reisepläne haben, waren schnell einige Alternativen zur Hand. Der Newsletter von Qatar Airways mit Flugangeboten nach Bangkok, so günstig wie noch nie, gab dann schlussendlich den Ausschlag, dass wir uns einmal mehr in Richtung Südostasien auf die Socken machen werden.
Laos steht schon lange ganz oben auf meiner Wunschliste und Chöge möchte mal wieder mehr als zwei, drei Tage in Thailand verbringen. Wir haben uns also entschieden, die erste Hälfte unserer Ferien durch den Norden von Laos zu reisen und anschliessend im Golf von Thailand noch ein wenig auf den Inseln herum zu hüpfen.
Von Bangkok geht es erstmals mit dem Flieger nach Luang Prabang, in die bekannte Königsstadt. Dort werden wir erleben wie die Einheimischen das buddhistische Neujahr, mit einem riesigen Wasserfest feiern. Weiter geht es dann im Boot den Nam Ou Fluss hoch Richtung vietnamesische Grenze. Wir werden in Nong Kiao, einem kleinen laotischen Dorf, ein paar Tage bleiben und Trekkingtouren in die umliegenden Bergdörfer machen. Von dort aus geht es mit dem Bus über Oudomxay nach Pakbeng. Dieses Dorf liegt am Mekong und ist Ausgangspunkt für Bootstouren den Fluss hinauf in die thailändische Grenzstadt Chiang Khong. Mit dem Bus geht es dann nach Chiang Mai von wo aus wir direkt auf die Insel Koh Samui fliegen werden. Dort ist dann erstmals ein wenig Ausspannen angesagt, bevor es mit der Fähre weiter nach Koh Phangan, der Insel mit den Fullmoonpartys, geht. Zum Schluss werden wir wie üblich noch ein paar Tage in Bangkok verbringen.
Laos wir ganz sicher eine Herausforderung sein. Das Land soll noch sehr ursprünglich sein und hat seine Grenzen dem Tourismus erst vor 10 Jahren geöffnet. Das Straßennetz ist im Ausbau, von 31.200 Kilometern Straße sind bisher knapp 4.500 asphaltiert. Oftmals können die Dörfer nur sehr mühsam erreicht werden. Dafür gibt es noch zahlreiche Stämme von ethnischen Minderheiten, deren Haupterwerbsquelle die Landwirtschaft ist. Die Laoten gelten als sehr gemütliches und freundliches Volk. Dies gepaart mit der scheinbar sehr beeindruckenden Natur, lässt die Reisenden oft viel länger als geplant im Land verweilen. Wir sind also gespannt, ob wir dem Charme von Laos auch erliegen werden. Mehr darüber gibt es dann hier ab April 2011…

Montag, 3. Mai 2010

Bohol - Alona Beach

Erst waren wir nicht so begeistert von Alona Beach, der Strand wirkte auf uns viel zu touristisch. War ja eigentlich auch kein Wunder nach der Ruhe auf Palawan, das wir erstmals mit Ablehnung reagierten. Alles ist mit Hotels und Restaurants verbaut zudem gibt es hier ohne zu übertreiben über 20 Tauchschulen. Unser Hotel ist zwar hübsch und hat einen wunderschönen Garten mit Pool, der jedoch von einer grossen Gruppe deutscher Taucher mit Beschlag belegt wird.
Auch der Strand hat uns auf den ersten Blick nicht unbedingt begeistert, da man vor lauter Booten im Wasser kaum Möglichkeiten zum Baden hat. Nach der ersten Besichtigung haben wir uns frustriert in ein Restaurant gesetzt und waren schon am Überlegen wohin wir weiterziehen wollen, als sich der Eigentümer zu uns setzte. Er ist Schweizer und hat das Restaurant gerade neu übernommen. Er hat uns kurzerhand ein Töfli organisiert und wir machten uns damit auf Erkundungstour. Dabei sind wir auf einen Beach Club mit einem sensationellen Strand gestossen. Also liegen wir jetzt tagsüber dort herum und geniessen die Ruhe. Die vielen Restaurants „an unserem“ Strand finden wir auch nicht mehr so schlimm, da am Abend natürlich einiges los ist. Überall brennen Kerzen und es wird Livemusik gespielt, es lässt sich’s mittlerweile gar nicht so schlecht aushalten hier.
Der Schweizer hat uns auch noch ein Auto organisiert. Mit dem waren wir einen Tag lang auf der Hauptinsel Bohol unterwegs und haben uns die ganzen Sehenswürdigkeiten angeschaut. Zwar liesst man überall, dass es nicht zu empfehlen ist selber Auto zu fahren, wir hatten jedoch keine Lust mehr auf irgendwelche Touren. Die Fahrerei war dann auch gar kein Problem, da sie hier auch rechts fahren. Der Ausflug war toll und hat grossen Spass gemacht. Erst haben wir einen alten spanischen Leuchtrum angeschaut, dann ging es weiter zu den Tarsiern, welche aussehen wie Affen jedoch nur ca 10 cm gross sind. Die Tierchen haben riesige Augen was sehr süss aussieht. Sie kommen nur noch auf den Philippinen, Borneo und Sulawesi vor und waren lange vom Aussterben bedroht. Seit kurzem stehen sie unter Schutz wodurch in der Bevölkerung ein Umdenken stattgefunden hat, so dass diese nun hilft sie zu schützen statt sie zu jagen. Letztes Jahr hat die Population erstmals wieder zugenommen.
Weiter ging es dann zu den Chocolate Hills. Das sind hunderte kleine Hügel ca 100m hoch, die aussehen als hätten sich eine Horde Maulwürfe auf der Insel ausgetobt. Im Sommer wenn es dürr ist werden sie braun, daher kommt der Name. Das ganze wirkt sehr skuril und es gibt die abgefahrensten Versionen über deren Entstehung. Die Hügel sind ein heiss begehrtes Fotomotiv für die Locals, entsprechend viele Leute waren da oben. Wir haben uns totgelacht über deren Fotoposen. Da sind ganze Familien, vom Kleinkind bis zur Grossmutter mussten alle mitmachen, in die Höhe gesprungen, damit es aussieht als wären sie über den Hügel. Der Fotograf muss natürlich extrem parat sein, damit er im richtigen Augenblick knipst. Meistens brauchte es mehrere Versuche, so dass unser Mitgefühl ganz auf Seiten der Grossis war.
Letztes Ziel war eine riesen Python. Die wurde vor 6 Jahen als kleine Schlange im Garten der Besitzern eingefangen, lebt seit daher dort in einem im Käfig und ist mittlerweile acht Meter lang. Unglaublich das Tier, mich hat es gegraust davor. Chöge ist natürlich zu ihr rein gegangen und hat sie berührt. Er war ganz begeistert wie fein sich die Haut anfühlt. Bis vor kurzem hatten sie noch ein zweites solches Exemplar, die Schlange ist jedoch explodiert, als es beim Verspeisen einer ganzen Sau (!) Komplikationen gegeben hat. Sehr makaber oder?!
Die Insel Bohol hat nochmals ein ganz anderes Gesicht, als die beiden anderen auf denen wir waren. Hier gibt es viel mehr Wasser, daher ist alles immer noch sehr grün obwohl „El Nino“ (Trockenzeit) schon viel zu lange dauert. Die Dörfer sind klein und gepflegt. Erstaunlicherweise winken einem die Leute hier immer noch zu, obwohl sie an Touristen gewöhnt sind. Wir haben uns also eingelebt und es gefällt es uns gar nicht mehr so schlecht. Jedenfalls ist es für die letzten vier Ferientage ok und wir geniessen nun noch unsere Zeit am Meer bevor es zurück nach Manila und dann nach Hause geht.

See you in good old switzerland.............. ;-))

Mittwoch, 28. April 2010

Fliegen mit ITI....

Es gibt zwei Wege um von El Nido wegzukommen. Eine Möglichkeit ist mit dem Jeepney zurück nach Puerto Princessa zu fahren, was sehr lange und beschwerlich ist und einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. Man fährt fast ausschliesslich auf Offroad Pisten zudem ist das ganze eine sehr staubige Angelegenheit, da es keine Fenster gibt. Wir haben ein paar solche Busse gesehen, die Leute und der Fahrer sitzen dick vermummt auf ihren Sitzen um sich einigermassen zu schützen. Das ganze sieht aus wie ein Überfallkommando. Es kommt auch öfters vor, dass eine Achse bricht, Reifen platzen oder der Motor aussteigt und dann zieht sich die Reise endlos in die Länge.
Aus diesem Grund haben wir uns für die zweite Variante entschieden. In El Nido gibt es zwei Luxus Resorts, welche einem reichen Chinesen gehören der auch eine Airline betreibt. Dieser Chinese ist auch der Besitzer des Flughafens in El Nido und so kommt es, dass er die einzige direkte Flugverbindung von El Nido nach Manila anbietet. Wir haben uns also zwei Flugtickets besorgt, welche sauteuer waren. Obwohl der Flug nur eine Stunde dauert habe die Tickets mehr gekostet als der Flug von Bangkok nach Clark. Entsprechend gross waren natürlich unsere Erwartungen. Am „Flughafen“ angekommen wurden wir erstmals an einer Holzbarriere, welche als Eingang dient aufs schärfste kontrolliert, bevor wir dann zum Terminal gebracht wurden. Dies war eine einfache Bambushütte und rundherum waren Hängematten aufgehängt, welche wohl den Warteraum darstellen sollten. Als Security Check diente ein Holztisch. Dort mussten wir unsere ganzen Koffer ausladen und alles wurde aufmerksam inspiziert. Für die Männer nicht unbedingt ein Vergnügen, da nach 10 Tagen Palawan unsere Wäsche stand vor Dreck und entsprechend auch gestunken hat. Sie interessierten sich natürlich vor allem für Flüssigkeiten, die im Flugzeug transportiert werden sollten. Unsere Toilettenartikel wurden sehr genau beäugt und der Moskitospray zusätzlich mit Klebeband „gesichert“. Das ich zwei grosse Flaschen Wasser mit mir herumtrage interessierte jedoch niemanden. Anschliessend gings zum Check In, erst wurden Chöge und ich auf die Wage gestellt, danach das Gepäck inklusiv Handtasche und Wasser. Dies damit das Gewicht im Flugzeug optimal verteilt werden kann, respektiv nicht überschritten wird, sonst kommt der Vogel nämlich nicht in die Luft. Erlaubt waren 10 Kilo pro Nase was natürlich ein Witz ist. Also mussten wir noch mal kräftig in die Taschen greifen um unser Übergepäck zu bezahlen. Als dann das Flugzeug landete musste ich zum ersten Mal kräftig schlucken. Unsere PC-7 sehen ähnlich aus. Noch vor ein paar Jahren hätte ich spätestens jetzt umgedreht und wäre mir ein Ticket für den Bus kaufen gegangen.
Während der Pilot am Kiosk kurz einen Eistee holen ging, wurde das Gepäck auf einen Handkarren geladen und zum Flugzeug gebracht. Neben dem Flugzeug standen ein paar Damen im karibischen Look, die winkten und sangen Abschiedslieder die einem Trauergesang glichen. Das Flugzeug hatte knapp 20 Plätze, das Handgepäck musste unter dem Sitz verstaut werden und als Klimaanlage wurden Fächer ausgeteilt. Ich schaute vom Fenster aus zu, wie ein Propeller nicht ansprang und ein Techniker daran herum fummelte bis es dann doch funktionierte. Die Piste war ein besserer Feldweg und der Pilot raste darüber, als würde er an einem Auto rennen teilnehmen. Wir haben bis dahin nicht gewusst, dass ein Flugzeug so schnell fahren kann und dachten das gehöre zum Start dazu, war aber nicht so. Der Flug war natürlich sehr unruhig und mein Magen fühlte sich nicht unbedingt entspannt an. Zum Glück ist alles gut gegangen, mittlerweile erinnern wir uns sogar mit einem Schmunzeln an diesen Flug. Hauptsache der Erlebnisfaktor bleibt hoch und schliesslich haben wir für den Preis ja wirklich etwas geboten bekommen….


Merci viel mal für alli Kommentare, mir freue üs immer wieder öpis vo deheime ds ghöre und hei scho es paar mal gredi useglachet. Bis bald wieder deheim.....

E gruess a alli

Sonntag, 25. April 2010

El Nido

Bereits bei unserer Ankunft in Port Barton haben wir May und Gary, sie Filippina er Australier, kennen gelernt. May handelt hier natürlich viel bessere Preise aus und so sind wir zu einem günstigen Spacial Ride nach El Nido gekommen. Die Fahrt dauerte 5 Stunden und wir waren alle froh, als wir endlich am Ziel angekommen sind. Zwar war das Meer ruhig, trotzdem schaukelt es ziemlich in diesen Bankas und ist auch nicht wirklich bequem zum Sitzen.
El Nido liegt ganz im Norden der Insel, eingebetet in eine Bucht, umgeben von vielen Kalksteinfelsen und ist ein kleines jedoch sehr idyllisches Nest. Zwar sieht man hier wieder vermehrt Traveller jedoch wirklich im kleinen Rahmen. Die meisten Touristen fahren hier hin um Touren zu den vorgelagerten Inseln mit deren Schnorchelgebieten zu machen. Bereits auf dem Boot haben uns Gary und May gefragt ob wir Lust hätten zusammen mit ihnen ein Boot zu mieten. Es werden vier identischen Touren mit den kreativen Namen A, B, C und D angeboten. May und Gary haben einen Bootsmann gefunden, der sich bereit erklärte eine Kombination der Highlights aus den vier Touren an einem Tag anzufahren. So kamen wir in den Genuss eines spektakulären Ausflugs. Christine und Johann, zwei Österreicher haben sich unserer Gruppe auch noch angeschlossen. Die Chemie der Gruppe stimmte auf Anhieb und es wurde viel Blödsinn gequatscht. Man hat uns nicht zu viel versprochen, das Meer ist hier besonders farbenfroh und wir kamen uns vor wie in einem bunten Aquarium. Wir haben sogar Meeresschildkröten gesehen, das war ein unglaubliches Erlebnis.
Das Mittagessen wurde auf einer einsamen Insel serviert. Es gab Fisch, Reis, Salat und Früchte. Rodriguez und sein Sohn entpuppten sich als wahre Grillmeister. Uns wurde ein unvergleichbares Schlemmerbuffet serviert. Da kann jedes Sternerestaurant einpacken. Das Ambiente von weissem Strand, grünem Wasser und den vielen Felsen die aus dem Wasser ragen, machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir hatten eine super Zeit zusammen und es fühlte sich an, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Am Abend sassen wir noch lange mit den Österreichern zusammen und haben einige Bierchen getrunken, so dass es relativ spät wurde. Die beiden mussten leider am nächsten Tag abreisen. Wir hatten uns erneut mit den Australiern verabredet um eine Jeeptour in den Norden der Insel zu machen. Dieses Mal war der Jeep ein Japanisches Produkt, was nicht heisst das er in irgendeiner Form bequemer ist, als der in dem wir zum Vulkan gefahren sind. Strassen gibt es natürlich hier auch keine, daran haben wir uns aber mittlerweile gewöhnt. Erster Stopp war in einem kleinen Dorf an einem Traumstrand. Man merkte gleich, dass hier nicht viele Touristen hinkommen, das ganze Dorf versammelte sich innert kürzester Zeit um uns. Als dann noch unser Jeep im Sand versoffen ist, war die Kilbi perfekt. Es wurden Palmenblätter herbei geholt und jeder wollte seinen Beitrag leisten. Natürlich musste ich das ganze fotografieren, das hätte ich besser sein lassen. Als die Kinder meine Kamera sahen wollten sie sofort auch fotografiert werden. Sie haben sich dafür in Posen geworfen, dass es ein Gaudi war und wollten immer wieder im Display die Bilder sehen, um dann verlegen kichernd davon zu laufen.
Die Tour führte uns weiter über eine Klippenstrasse von der wir eine unglaubliche Aussicht über das Bacuit Archipel hatten. Zur Mittagszeit fuhren wir durch ein Dorf auf der Suche nach einem Restaurant. Natürlich fanden wir keines, da hier vermutlich nicht oft Touristen durchfahren. Das war für May jedoch kein Problem. Da sich eh schon wieder die ganzen Bewohner um uns versammelt hatten, fragte sie wer Lust habe für uns zu kochen und so landeten wir im Garten einer Familie. Authentischer geht’s nicht. Es wurden Stühle und Tische herbei geschleppt, der Sohn wurde auf die Palme geschickt um Kokosnüsse zu holen. May bestand darauf sie wolle Lobbster essen, da es den nirgends billiger gibt als hier. Also musste die Tochter zum Fischmarkt um zu schauen ob es noch welchen hat. Natürlich war es schon zu spät, also wurde kurzerhand ein Huhn geschlachtet. Unglaublich und Chöge war so richtig im Element. Er schaute der Köchin über die Schulter, plauderte mit dem Vater über dessen Palmenschnapps, bis dieser einen Krug voll auf den Tisch stellte und er und May sich betrinken konnten. Es ging auch nicht lange und die Karaokemaschine wurde angeworfen. Ich wartete nur darauf, dass Chöge auch wieder mitsingt. Zum Glück war der Schnapps nicht allzu stark ;-)) Wir erlebten einen typisch filippinischen Sonntagnachmittag in der Provinz. Gary und ich gingen kurz an den Strand um ein paar Fotos zu machen und kamen gerade dazu wie eine Kiste voller Lobbster aus dem Meer gezogen wurde. Als May das hörte wurde die Tochter erneut losgeschickt und so kamen wir in den Genuss von grilliertem Huhn und einem Kilo Lobbster. Lustigerweise sind dann noch zwei Franzosen mitten in die Party geplatzt. Die haben wir unterwegs auf dem Motorrad überholt und sie sind uns einfach nachgefahren um zu sehen was wir vorhaben. Die Dorfbewohner waren erstaun, dass plötzlich so viele Ausländer in ihrem Dorf waren. Natürlich musste jeder vorbei kommen um uns anzuschauen. Wir haben uns total amüsiert, für die Familie war es vermutlich ein bisschen viel. Sogar das Jeepney hat vor der Türe angehalten, damit die Leute sehen konnten was da los ist. Irgendwann mussten wir dann doch weiter und machten uns schweren Herzens auf den Weg. Die Familie haben wir natürlich ins Herz geschlossen und den Tag werden so schnell nicht mehr vergessen.
Bereits im nächsten Dorf trafen wir auf das nächste Highlight. „Cockfight“ oder Hahnenkampf wie wir dem Spektakel sagen. Die Bewohner winkten uns zu, wir sollen uns das anschauen kommen. Das musste man Chöge und mir natürlich nicht zweimal sagen. Mitten auf dem Dorfplatz war eine Arena aufgestellt und darum herum versammelte sich das Publikum. Die Stimmung war schon ziemlich geladen als wir dazu kamen. In der Arena waren sie gerade dabei die beiden Hähne heiss zu machen, in dem sie diese einander in die Augen schauen liessen. Dann wurde ihnen eine Rasierklinge ans Bein gebunden. In der Zwischenzeit liefen natürlich die Wetten heiss. Ich habe gelesen, dass der Kampfhahn beim Asiaten in etwa den Stellenwert hat, wie der Ferrari beim Europäer. Das Tier wird heiss geliebt, gepflegt und gehegt. Böse Zungen behaupten sogar, wenn ein Haus brennen würde, rette der Mann erst seinen Hahn bevor die Familie. Nachdem ich nun sah wie das ganze hier abläuft, bin ich geneigt dies zu glauben. Die Männer befanden sich in einer Art Ecstase und die Stimmung ging irgendwie auch auf die Tiere über. Das ganze war beeindruckend, der eigentliche Kampf entsprach dann weniger meinem Empfinden was gute Unterhaltung anbelangt, da es einfach schlichtweg brutal ist. Die Hähne fliegen einander über die Köpfe und probieren mit der Klinge dem anderen den Hals aufzuschneiden. Verlierer ist wer zuerst tod ist oder sich mindestens nicht mehr bewegt. Mein Favorit hat gewonnen und der Gegner ist auf dem Grill gelandet. Klar ist es ein Teil ihrer Kultur, entsprich jedoch nicht unbedingt unserem Geschmack. Es war trotzdem cool haben wir das endlich mal gesehen, da die Cockfights natürlich auch hier schwer verboten sind, nur interessiert das scheinbar keinen.
Unterwegs gabelten wir dann noch Helouise, die Französin, auf. Ihr war das Sitzen auf dem Motorrad langsam zu viel geworden. Am ende des Tages fuhren wir alle gemeinsam an den Strand um ein Bier zu trinken, den Sonnenuntergang zu geniessen und das Erlebte zu verdauen. Nun heisst es Abschied nehmen, Gary und May fahren mit dem Bus zurück nach Puerto Princessa und dann weiter zu den Reisterrassen, Helouise und Julien bleiben noch ein paar Tage auf der Insel bevor es für sie zurück nach Hongkong geht und wir fliegen heute Abend nach Manila und dann weiter nach Bohol.
Palawan hat uns unbeschreiblich gut gefallen. Die Insel verfügt über einen grosses Potenzial und es ist eine Frage der Zeit, bis hier der Massentourismus Einzug hält. Es existieren bereits Pläne für den Bau eines internationalen Flughafens in der Mitte der Insel. Wir hoffen jedoch, dass es noch lange dauert bis es soweit ist, denn wir kommen ganz bestimmt wieder. Wie vor uns schon vielen Traveller ergangen ist, sind auch wir zu absoluten Palawan Fans geworden. Wir wissen schon heute, dass unser Trip auf dieser Insel nicht mehr so schnell getopt werden kann.

Mittwoch, 21. April 2010

Cacnipa - Port Barton

Ein Schiff nach Cacnipa zu finden war ziemlich einfach, da genügend Touristen vorort waren, die auch alle in unsere Richtung wollten. Die Abfahrt war für 7.00 Uhr morgens geplant. Wir stellten unseren Wecker auf 6.00 Uhr, damit noch genügend Zeit zum Frühstücken und Auschecken blieb. Die Reception versprach uns zu organisieren, dass das Gepäck vom Hotel zum Hafen gebracht würde. Also alles bestens, dachten wir wenigstens… Erstes Problem; als wir ans Buffet wollten war keines da, weil es dieses nur am Sonntag gibt. Wussten wir natürlich nicht. Also gaben wir unsere Bestellung auf und hatten schon da ein ungutes Gefühl, da die Filippinos immer ein bisschen länger brauchen, als wir uns das gewöhnt sind. Sicherheitshalber ging Chöge in der Zwischenzeit an die Reception um die Rechnung zu bezahlen. Sie würde bereit stehen wenn wir vom Frühstück kommen. Wir hielten uns also ran und waren um 6h30 bereit zum Auschecken. Nun ging das Theater erst los. Der gute Mann an der Reception brauchte geschlagene 15 Minuten zur Überprüfung unserer Kreditkarte. Auch das brachte uns noch nicht völlig aus der Ruhe. Als wir dann aber unser Gefährt sahen, mit dem wir zum Hafen gebracht werden sollten, konnten wir nur noch lachen. Wir wurden von einem Wasserbüffel mit Wagen erwartet. Tja das war ja mal was ganz neues und unter anderen Umständen wäre das eine sehr idyllische Fahrt geworden. Leider brauchte der Büffel ewigs und als wir endlich am Hafen angekommen sind, war das Boot natürlich weg. Hier passiert alles mit enormer Verspätung und wir sind wirklich geübt im Warten, aber wehe wir Schweizer sind mal zu spät, dann sind die Filippinos sicher pünktlich. Wir standen also erstmals ratlos herum. Es ging jedoch nicht lange und ein Einheimischer nahm sicher unserer an. Er erklärte uns, es sei kein Problem einen Special Ride zu organisieren. Nach langem hin und her entschieden wir uns dann dafür, da wir erstens nicht wussten wie viele Tage es dauern wird bis das nächste Boot Richtung Norden fährt, da dies von der Passagierzahl abhängt und zweitens der Landweg äusserst lang und beschwerlich ist und wir darauf nun definitiv keine Lust hatten. So haben wir das Geld welches wir auf der Hinfahrt gespart haben halt in den Special Ride investiert. Es läuft doch immer gleich, kommt man irgendwo gut weg, nehmen sie es einem bei einer anderen Gelegenheit wieder ab….Natürlich genossen wir unsere Fahrt in dem riesen Boot und kamen nach 2 Stunden auf Cacnipa Island an. Die Insel ist ein kleines Bijou welches mit viel Liebe hergerichtet wurde und hat einen schneeweissen Strand. Es befinden sich ca 12 Bungalows und ein Restaurant auf der Insel. Schon der Garten ist ein Highlight für sich und mitten drin wohnen zusammen mit den Gästen noch 3 Hunde, 4 Enten, 3 Hühner mit 1 Hahn sowie ein junger Affe. Mit Ausnahme des Affens laufen alle Tiere frei herum. Das ganze hat einen netten Unterhaltungswert und vor allem ist es das erste Mal, dass uns in Asien artgerechte Tierhaltung begegnet. Für uns hatte diese kleine Idylle jedoch einen ganz kleinen Makel und das waren die Bungis. Diese sind sehr, sehr einfach gestaltet. Zwar waren sie sauber aber die Betten waren bessere Pritschen und bei den Fenstern und Türen hatte es überall offene Spalten, so dass wir zwangsläufig Mitbewohner hatten. Wir packten also das erste Mal in unseren Ferien das Moskitonetz aus. Als dann mitten in der Nacht noch irgendetwas an unserem Dach herumknabberte war es dann auch für Chöge zu viel des Guten und wir beschlossen am anderen Tag weiter zu reisen. Trotzdem hat uns die Insel sehr gut gefallen. wir sind halt einfach nicht fürs Robinson Feeling gemacht, mussten wir feststellen. Es tönt jetzt zwar blöd aber es war uns auch fast ein wenig zu ruhig, da man ausser lesen und schnorcheln nicht viel machen konnte. Zusammen mit uns waren nur noch zwei weitere Paare und ein älterer Herr auf der Insel, der Besitzer war für ein paar Tage in die Stadt gefahren.Wir machten uns also per Boot wieder auf den Weg und sind mittlerweile auf dem Festland in einem kleinen Ort namens Port Barton gelandet. Dieser liegt in einer grossen Bucht welche auch einen super schönen Strand hat. Die meisten Leute die hier wohnen sind Fischer. Wir haben einen schönen, sauberen und vor allem dichten Bungalow gefunden in dem wir uns sau wohl fühlen. Es gibt auch viele Restaurants hier und wir haben bereits ein paar Reisende kennen gelernt die auch weiter Richtung Norden nach El Nido wollen. Erst werden wir aber ein paar Tage hier bleiben, bevor wir die letzte Etappe auf dieser Insel in Angriff nehmen.

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