In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche-Träume-Entdecke - Mark Twain

Das sind wir...

Das sind wir...

Montag, 3. Mai 2010

Bohol - Alona Beach

Erst waren wir nicht so begeistert von Alona Beach, der Strand wirkte auf uns viel zu touristisch. War ja eigentlich auch kein Wunder nach der Ruhe auf Palawan, das wir erstmals mit Ablehnung reagierten. Alles ist mit Hotels und Restaurants verbaut zudem gibt es hier ohne zu übertreiben über 20 Tauchschulen. Unser Hotel ist zwar hübsch und hat einen wunderschönen Garten mit Pool, der jedoch von einer grossen Gruppe deutscher Taucher mit Beschlag belegt wird.
Auch der Strand hat uns auf den ersten Blick nicht unbedingt begeistert, da man vor lauter Booten im Wasser kaum Möglichkeiten zum Baden hat. Nach der ersten Besichtigung haben wir uns frustriert in ein Restaurant gesetzt und waren schon am Überlegen wohin wir weiterziehen wollen, als sich der Eigentümer zu uns setzte. Er ist Schweizer und hat das Restaurant gerade neu übernommen. Er hat uns kurzerhand ein Töfli organisiert und wir machten uns damit auf Erkundungstour. Dabei sind wir auf einen Beach Club mit einem sensationellen Strand gestossen. Also liegen wir jetzt tagsüber dort herum und geniessen die Ruhe. Die vielen Restaurants „an unserem“ Strand finden wir auch nicht mehr so schlimm, da am Abend natürlich einiges los ist. Überall brennen Kerzen und es wird Livemusik gespielt, es lässt sich’s mittlerweile gar nicht so schlecht aushalten hier.
Der Schweizer hat uns auch noch ein Auto organisiert. Mit dem waren wir einen Tag lang auf der Hauptinsel Bohol unterwegs und haben uns die ganzen Sehenswürdigkeiten angeschaut. Zwar liesst man überall, dass es nicht zu empfehlen ist selber Auto zu fahren, wir hatten jedoch keine Lust mehr auf irgendwelche Touren. Die Fahrerei war dann auch gar kein Problem, da sie hier auch rechts fahren. Der Ausflug war toll und hat grossen Spass gemacht. Erst haben wir einen alten spanischen Leuchtrum angeschaut, dann ging es weiter zu den Tarsiern, welche aussehen wie Affen jedoch nur ca 10 cm gross sind. Die Tierchen haben riesige Augen was sehr süss aussieht. Sie kommen nur noch auf den Philippinen, Borneo und Sulawesi vor und waren lange vom Aussterben bedroht. Seit kurzem stehen sie unter Schutz wodurch in der Bevölkerung ein Umdenken stattgefunden hat, so dass diese nun hilft sie zu schützen statt sie zu jagen. Letztes Jahr hat die Population erstmals wieder zugenommen.
Weiter ging es dann zu den Chocolate Hills. Das sind hunderte kleine Hügel ca 100m hoch, die aussehen als hätten sich eine Horde Maulwürfe auf der Insel ausgetobt. Im Sommer wenn es dürr ist werden sie braun, daher kommt der Name. Das ganze wirkt sehr skuril und es gibt die abgefahrensten Versionen über deren Entstehung. Die Hügel sind ein heiss begehrtes Fotomotiv für die Locals, entsprechend viele Leute waren da oben. Wir haben uns totgelacht über deren Fotoposen. Da sind ganze Familien, vom Kleinkind bis zur Grossmutter mussten alle mitmachen, in die Höhe gesprungen, damit es aussieht als wären sie über den Hügel. Der Fotograf muss natürlich extrem parat sein, damit er im richtigen Augenblick knipst. Meistens brauchte es mehrere Versuche, so dass unser Mitgefühl ganz auf Seiten der Grossis war.
Letztes Ziel war eine riesen Python. Die wurde vor 6 Jahen als kleine Schlange im Garten der Besitzern eingefangen, lebt seit daher dort in einem im Käfig und ist mittlerweile acht Meter lang. Unglaublich das Tier, mich hat es gegraust davor. Chöge ist natürlich zu ihr rein gegangen und hat sie berührt. Er war ganz begeistert wie fein sich die Haut anfühlt. Bis vor kurzem hatten sie noch ein zweites solches Exemplar, die Schlange ist jedoch explodiert, als es beim Verspeisen einer ganzen Sau (!) Komplikationen gegeben hat. Sehr makaber oder?!
Die Insel Bohol hat nochmals ein ganz anderes Gesicht, als die beiden anderen auf denen wir waren. Hier gibt es viel mehr Wasser, daher ist alles immer noch sehr grün obwohl „El Nino“ (Trockenzeit) schon viel zu lange dauert. Die Dörfer sind klein und gepflegt. Erstaunlicherweise winken einem die Leute hier immer noch zu, obwohl sie an Touristen gewöhnt sind. Wir haben uns also eingelebt und es gefällt es uns gar nicht mehr so schlecht. Jedenfalls ist es für die letzten vier Ferientage ok und wir geniessen nun noch unsere Zeit am Meer bevor es zurück nach Manila und dann nach Hause geht.

See you in good old switzerland.............. ;-))

Mittwoch, 28. April 2010

Fliegen mit ITI....

Es gibt zwei Wege um von El Nido wegzukommen. Eine Möglichkeit ist mit dem Jeepney zurück nach Puerto Princessa zu fahren, was sehr lange und beschwerlich ist und einen ganzen Tag in Anspruch nimmt. Man fährt fast ausschliesslich auf Offroad Pisten zudem ist das ganze eine sehr staubige Angelegenheit, da es keine Fenster gibt. Wir haben ein paar solche Busse gesehen, die Leute und der Fahrer sitzen dick vermummt auf ihren Sitzen um sich einigermassen zu schützen. Das ganze sieht aus wie ein Überfallkommando. Es kommt auch öfters vor, dass eine Achse bricht, Reifen platzen oder der Motor aussteigt und dann zieht sich die Reise endlos in die Länge.
Aus diesem Grund haben wir uns für die zweite Variante entschieden. In El Nido gibt es zwei Luxus Resorts, welche einem reichen Chinesen gehören der auch eine Airline betreibt. Dieser Chinese ist auch der Besitzer des Flughafens in El Nido und so kommt es, dass er die einzige direkte Flugverbindung von El Nido nach Manila anbietet. Wir haben uns also zwei Flugtickets besorgt, welche sauteuer waren. Obwohl der Flug nur eine Stunde dauert habe die Tickets mehr gekostet als der Flug von Bangkok nach Clark. Entsprechend gross waren natürlich unsere Erwartungen. Am „Flughafen“ angekommen wurden wir erstmals an einer Holzbarriere, welche als Eingang dient aufs schärfste kontrolliert, bevor wir dann zum Terminal gebracht wurden. Dies war eine einfache Bambushütte und rundherum waren Hängematten aufgehängt, welche wohl den Warteraum darstellen sollten. Als Security Check diente ein Holztisch. Dort mussten wir unsere ganzen Koffer ausladen und alles wurde aufmerksam inspiziert. Für die Männer nicht unbedingt ein Vergnügen, da nach 10 Tagen Palawan unsere Wäsche stand vor Dreck und entsprechend auch gestunken hat. Sie interessierten sich natürlich vor allem für Flüssigkeiten, die im Flugzeug transportiert werden sollten. Unsere Toilettenartikel wurden sehr genau beäugt und der Moskitospray zusätzlich mit Klebeband „gesichert“. Das ich zwei grosse Flaschen Wasser mit mir herumtrage interessierte jedoch niemanden. Anschliessend gings zum Check In, erst wurden Chöge und ich auf die Wage gestellt, danach das Gepäck inklusiv Handtasche und Wasser. Dies damit das Gewicht im Flugzeug optimal verteilt werden kann, respektiv nicht überschritten wird, sonst kommt der Vogel nämlich nicht in die Luft. Erlaubt waren 10 Kilo pro Nase was natürlich ein Witz ist. Also mussten wir noch mal kräftig in die Taschen greifen um unser Übergepäck zu bezahlen. Als dann das Flugzeug landete musste ich zum ersten Mal kräftig schlucken. Unsere PC-7 sehen ähnlich aus. Noch vor ein paar Jahren hätte ich spätestens jetzt umgedreht und wäre mir ein Ticket für den Bus kaufen gegangen.
Während der Pilot am Kiosk kurz einen Eistee holen ging, wurde das Gepäck auf einen Handkarren geladen und zum Flugzeug gebracht. Neben dem Flugzeug standen ein paar Damen im karibischen Look, die winkten und sangen Abschiedslieder die einem Trauergesang glichen. Das Flugzeug hatte knapp 20 Plätze, das Handgepäck musste unter dem Sitz verstaut werden und als Klimaanlage wurden Fächer ausgeteilt. Ich schaute vom Fenster aus zu, wie ein Propeller nicht ansprang und ein Techniker daran herum fummelte bis es dann doch funktionierte. Die Piste war ein besserer Feldweg und der Pilot raste darüber, als würde er an einem Auto rennen teilnehmen. Wir haben bis dahin nicht gewusst, dass ein Flugzeug so schnell fahren kann und dachten das gehöre zum Start dazu, war aber nicht so. Der Flug war natürlich sehr unruhig und mein Magen fühlte sich nicht unbedingt entspannt an. Zum Glück ist alles gut gegangen, mittlerweile erinnern wir uns sogar mit einem Schmunzeln an diesen Flug. Hauptsache der Erlebnisfaktor bleibt hoch und schliesslich haben wir für den Preis ja wirklich etwas geboten bekommen….


Merci viel mal für alli Kommentare, mir freue üs immer wieder öpis vo deheime ds ghöre und hei scho es paar mal gredi useglachet. Bis bald wieder deheim.....

E gruess a alli

Sonntag, 25. April 2010

El Nido

Bereits bei unserer Ankunft in Port Barton haben wir May und Gary, sie Filippina er Australier, kennen gelernt. May handelt hier natürlich viel bessere Preise aus und so sind wir zu einem günstigen Spacial Ride nach El Nido gekommen. Die Fahrt dauerte 5 Stunden und wir waren alle froh, als wir endlich am Ziel angekommen sind. Zwar war das Meer ruhig, trotzdem schaukelt es ziemlich in diesen Bankas und ist auch nicht wirklich bequem zum Sitzen.
El Nido liegt ganz im Norden der Insel, eingebetet in eine Bucht, umgeben von vielen Kalksteinfelsen und ist ein kleines jedoch sehr idyllisches Nest. Zwar sieht man hier wieder vermehrt Traveller jedoch wirklich im kleinen Rahmen. Die meisten Touristen fahren hier hin um Touren zu den vorgelagerten Inseln mit deren Schnorchelgebieten zu machen. Bereits auf dem Boot haben uns Gary und May gefragt ob wir Lust hätten zusammen mit ihnen ein Boot zu mieten. Es werden vier identischen Touren mit den kreativen Namen A, B, C und D angeboten. May und Gary haben einen Bootsmann gefunden, der sich bereit erklärte eine Kombination der Highlights aus den vier Touren an einem Tag anzufahren. So kamen wir in den Genuss eines spektakulären Ausflugs. Christine und Johann, zwei Österreicher haben sich unserer Gruppe auch noch angeschlossen. Die Chemie der Gruppe stimmte auf Anhieb und es wurde viel Blödsinn gequatscht. Man hat uns nicht zu viel versprochen, das Meer ist hier besonders farbenfroh und wir kamen uns vor wie in einem bunten Aquarium. Wir haben sogar Meeresschildkröten gesehen, das war ein unglaubliches Erlebnis.
Das Mittagessen wurde auf einer einsamen Insel serviert. Es gab Fisch, Reis, Salat und Früchte. Rodriguez und sein Sohn entpuppten sich als wahre Grillmeister. Uns wurde ein unvergleichbares Schlemmerbuffet serviert. Da kann jedes Sternerestaurant einpacken. Das Ambiente von weissem Strand, grünem Wasser und den vielen Felsen die aus dem Wasser ragen, machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir hatten eine super Zeit zusammen und es fühlte sich an, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Am Abend sassen wir noch lange mit den Österreichern zusammen und haben einige Bierchen getrunken, so dass es relativ spät wurde. Die beiden mussten leider am nächsten Tag abreisen. Wir hatten uns erneut mit den Australiern verabredet um eine Jeeptour in den Norden der Insel zu machen. Dieses Mal war der Jeep ein Japanisches Produkt, was nicht heisst das er in irgendeiner Form bequemer ist, als der in dem wir zum Vulkan gefahren sind. Strassen gibt es natürlich hier auch keine, daran haben wir uns aber mittlerweile gewöhnt. Erster Stopp war in einem kleinen Dorf an einem Traumstrand. Man merkte gleich, dass hier nicht viele Touristen hinkommen, das ganze Dorf versammelte sich innert kürzester Zeit um uns. Als dann noch unser Jeep im Sand versoffen ist, war die Kilbi perfekt. Es wurden Palmenblätter herbei geholt und jeder wollte seinen Beitrag leisten. Natürlich musste ich das ganze fotografieren, das hätte ich besser sein lassen. Als die Kinder meine Kamera sahen wollten sie sofort auch fotografiert werden. Sie haben sich dafür in Posen geworfen, dass es ein Gaudi war und wollten immer wieder im Display die Bilder sehen, um dann verlegen kichernd davon zu laufen.
Die Tour führte uns weiter über eine Klippenstrasse von der wir eine unglaubliche Aussicht über das Bacuit Archipel hatten. Zur Mittagszeit fuhren wir durch ein Dorf auf der Suche nach einem Restaurant. Natürlich fanden wir keines, da hier vermutlich nicht oft Touristen durchfahren. Das war für May jedoch kein Problem. Da sich eh schon wieder die ganzen Bewohner um uns versammelt hatten, fragte sie wer Lust habe für uns zu kochen und so landeten wir im Garten einer Familie. Authentischer geht’s nicht. Es wurden Stühle und Tische herbei geschleppt, der Sohn wurde auf die Palme geschickt um Kokosnüsse zu holen. May bestand darauf sie wolle Lobbster essen, da es den nirgends billiger gibt als hier. Also musste die Tochter zum Fischmarkt um zu schauen ob es noch welchen hat. Natürlich war es schon zu spät, also wurde kurzerhand ein Huhn geschlachtet. Unglaublich und Chöge war so richtig im Element. Er schaute der Köchin über die Schulter, plauderte mit dem Vater über dessen Palmenschnapps, bis dieser einen Krug voll auf den Tisch stellte und er und May sich betrinken konnten. Es ging auch nicht lange und die Karaokemaschine wurde angeworfen. Ich wartete nur darauf, dass Chöge auch wieder mitsingt. Zum Glück war der Schnapps nicht allzu stark ;-)) Wir erlebten einen typisch filippinischen Sonntagnachmittag in der Provinz. Gary und ich gingen kurz an den Strand um ein paar Fotos zu machen und kamen gerade dazu wie eine Kiste voller Lobbster aus dem Meer gezogen wurde. Als May das hörte wurde die Tochter erneut losgeschickt und so kamen wir in den Genuss von grilliertem Huhn und einem Kilo Lobbster. Lustigerweise sind dann noch zwei Franzosen mitten in die Party geplatzt. Die haben wir unterwegs auf dem Motorrad überholt und sie sind uns einfach nachgefahren um zu sehen was wir vorhaben. Die Dorfbewohner waren erstaun, dass plötzlich so viele Ausländer in ihrem Dorf waren. Natürlich musste jeder vorbei kommen um uns anzuschauen. Wir haben uns total amüsiert, für die Familie war es vermutlich ein bisschen viel. Sogar das Jeepney hat vor der Türe angehalten, damit die Leute sehen konnten was da los ist. Irgendwann mussten wir dann doch weiter und machten uns schweren Herzens auf den Weg. Die Familie haben wir natürlich ins Herz geschlossen und den Tag werden so schnell nicht mehr vergessen.
Bereits im nächsten Dorf trafen wir auf das nächste Highlight. „Cockfight“ oder Hahnenkampf wie wir dem Spektakel sagen. Die Bewohner winkten uns zu, wir sollen uns das anschauen kommen. Das musste man Chöge und mir natürlich nicht zweimal sagen. Mitten auf dem Dorfplatz war eine Arena aufgestellt und darum herum versammelte sich das Publikum. Die Stimmung war schon ziemlich geladen als wir dazu kamen. In der Arena waren sie gerade dabei die beiden Hähne heiss zu machen, in dem sie diese einander in die Augen schauen liessen. Dann wurde ihnen eine Rasierklinge ans Bein gebunden. In der Zwischenzeit liefen natürlich die Wetten heiss. Ich habe gelesen, dass der Kampfhahn beim Asiaten in etwa den Stellenwert hat, wie der Ferrari beim Europäer. Das Tier wird heiss geliebt, gepflegt und gehegt. Böse Zungen behaupten sogar, wenn ein Haus brennen würde, rette der Mann erst seinen Hahn bevor die Familie. Nachdem ich nun sah wie das ganze hier abläuft, bin ich geneigt dies zu glauben. Die Männer befanden sich in einer Art Ecstase und die Stimmung ging irgendwie auch auf die Tiere über. Das ganze war beeindruckend, der eigentliche Kampf entsprach dann weniger meinem Empfinden was gute Unterhaltung anbelangt, da es einfach schlichtweg brutal ist. Die Hähne fliegen einander über die Köpfe und probieren mit der Klinge dem anderen den Hals aufzuschneiden. Verlierer ist wer zuerst tod ist oder sich mindestens nicht mehr bewegt. Mein Favorit hat gewonnen und der Gegner ist auf dem Grill gelandet. Klar ist es ein Teil ihrer Kultur, entsprich jedoch nicht unbedingt unserem Geschmack. Es war trotzdem cool haben wir das endlich mal gesehen, da die Cockfights natürlich auch hier schwer verboten sind, nur interessiert das scheinbar keinen.
Unterwegs gabelten wir dann noch Helouise, die Französin, auf. Ihr war das Sitzen auf dem Motorrad langsam zu viel geworden. Am ende des Tages fuhren wir alle gemeinsam an den Strand um ein Bier zu trinken, den Sonnenuntergang zu geniessen und das Erlebte zu verdauen. Nun heisst es Abschied nehmen, Gary und May fahren mit dem Bus zurück nach Puerto Princessa und dann weiter zu den Reisterrassen, Helouise und Julien bleiben noch ein paar Tage auf der Insel bevor es für sie zurück nach Hongkong geht und wir fliegen heute Abend nach Manila und dann weiter nach Bohol.
Palawan hat uns unbeschreiblich gut gefallen. Die Insel verfügt über einen grosses Potenzial und es ist eine Frage der Zeit, bis hier der Massentourismus Einzug hält. Es existieren bereits Pläne für den Bau eines internationalen Flughafens in der Mitte der Insel. Wir hoffen jedoch, dass es noch lange dauert bis es soweit ist, denn wir kommen ganz bestimmt wieder. Wie vor uns schon vielen Traveller ergangen ist, sind auch wir zu absoluten Palawan Fans geworden. Wir wissen schon heute, dass unser Trip auf dieser Insel nicht mehr so schnell getopt werden kann.

Mittwoch, 21. April 2010

Cacnipa - Port Barton

Ein Schiff nach Cacnipa zu finden war ziemlich einfach, da genügend Touristen vorort waren, die auch alle in unsere Richtung wollten. Die Abfahrt war für 7.00 Uhr morgens geplant. Wir stellten unseren Wecker auf 6.00 Uhr, damit noch genügend Zeit zum Frühstücken und Auschecken blieb. Die Reception versprach uns zu organisieren, dass das Gepäck vom Hotel zum Hafen gebracht würde. Also alles bestens, dachten wir wenigstens… Erstes Problem; als wir ans Buffet wollten war keines da, weil es dieses nur am Sonntag gibt. Wussten wir natürlich nicht. Also gaben wir unsere Bestellung auf und hatten schon da ein ungutes Gefühl, da die Filippinos immer ein bisschen länger brauchen, als wir uns das gewöhnt sind. Sicherheitshalber ging Chöge in der Zwischenzeit an die Reception um die Rechnung zu bezahlen. Sie würde bereit stehen wenn wir vom Frühstück kommen. Wir hielten uns also ran und waren um 6h30 bereit zum Auschecken. Nun ging das Theater erst los. Der gute Mann an der Reception brauchte geschlagene 15 Minuten zur Überprüfung unserer Kreditkarte. Auch das brachte uns noch nicht völlig aus der Ruhe. Als wir dann aber unser Gefährt sahen, mit dem wir zum Hafen gebracht werden sollten, konnten wir nur noch lachen. Wir wurden von einem Wasserbüffel mit Wagen erwartet. Tja das war ja mal was ganz neues und unter anderen Umständen wäre das eine sehr idyllische Fahrt geworden. Leider brauchte der Büffel ewigs und als wir endlich am Hafen angekommen sind, war das Boot natürlich weg. Hier passiert alles mit enormer Verspätung und wir sind wirklich geübt im Warten, aber wehe wir Schweizer sind mal zu spät, dann sind die Filippinos sicher pünktlich. Wir standen also erstmals ratlos herum. Es ging jedoch nicht lange und ein Einheimischer nahm sicher unserer an. Er erklärte uns, es sei kein Problem einen Special Ride zu organisieren. Nach langem hin und her entschieden wir uns dann dafür, da wir erstens nicht wussten wie viele Tage es dauern wird bis das nächste Boot Richtung Norden fährt, da dies von der Passagierzahl abhängt und zweitens der Landweg äusserst lang und beschwerlich ist und wir darauf nun definitiv keine Lust hatten. So haben wir das Geld welches wir auf der Hinfahrt gespart haben halt in den Special Ride investiert. Es läuft doch immer gleich, kommt man irgendwo gut weg, nehmen sie es einem bei einer anderen Gelegenheit wieder ab….Natürlich genossen wir unsere Fahrt in dem riesen Boot und kamen nach 2 Stunden auf Cacnipa Island an. Die Insel ist ein kleines Bijou welches mit viel Liebe hergerichtet wurde und hat einen schneeweissen Strand. Es befinden sich ca 12 Bungalows und ein Restaurant auf der Insel. Schon der Garten ist ein Highlight für sich und mitten drin wohnen zusammen mit den Gästen noch 3 Hunde, 4 Enten, 3 Hühner mit 1 Hahn sowie ein junger Affe. Mit Ausnahme des Affens laufen alle Tiere frei herum. Das ganze hat einen netten Unterhaltungswert und vor allem ist es das erste Mal, dass uns in Asien artgerechte Tierhaltung begegnet. Für uns hatte diese kleine Idylle jedoch einen ganz kleinen Makel und das waren die Bungis. Diese sind sehr, sehr einfach gestaltet. Zwar waren sie sauber aber die Betten waren bessere Pritschen und bei den Fenstern und Türen hatte es überall offene Spalten, so dass wir zwangsläufig Mitbewohner hatten. Wir packten also das erste Mal in unseren Ferien das Moskitonetz aus. Als dann mitten in der Nacht noch irgendetwas an unserem Dach herumknabberte war es dann auch für Chöge zu viel des Guten und wir beschlossen am anderen Tag weiter zu reisen. Trotzdem hat uns die Insel sehr gut gefallen. wir sind halt einfach nicht fürs Robinson Feeling gemacht, mussten wir feststellen. Es tönt jetzt zwar blöd aber es war uns auch fast ein wenig zu ruhig, da man ausser lesen und schnorcheln nicht viel machen konnte. Zusammen mit uns waren nur noch zwei weitere Paare und ein älterer Herr auf der Insel, der Besitzer war für ein paar Tage in die Stadt gefahren.Wir machten uns also per Boot wieder auf den Weg und sind mittlerweile auf dem Festland in einem kleinen Ort namens Port Barton gelandet. Dieser liegt in einer grossen Bucht welche auch einen super schönen Strand hat. Die meisten Leute die hier wohnen sind Fischer. Wir haben einen schönen, sauberen und vor allem dichten Bungalow gefunden in dem wir uns sau wohl fühlen. Es gibt auch viele Restaurants hier und wir haben bereits ein paar Reisende kennen gelernt die auch weiter Richtung Norden nach El Nido wollen. Erst werden wir aber ein paar Tage hier bleiben, bevor wir die letzte Etappe auf dieser Insel in Angriff nehmen.

Samstag, 17. April 2010

Sabang

Wir haben im Hotel einen Transfer an den Strand von Sabang gebucht. Sie vermittelten uns einen Spezialpreis indem sie uns in eine Tour buchten die zum Underground River führt, der sich gleich neben unserem nächsten Hotel befindet.
Wir wurden pünktlich abgeholt es gab jedoch schon erstaunte Blicke als sie unsere beiden grossen Rucksäcke sahen und dementsprechend eine heftige Diskussion zwischen Driver und Guide. Wir begriffen relativ schnell wo das Problem liegt, liessen uns aber nichts anmerken. Wir hätten nämlich für einen Special Ride zum Hotel fast Fr. 100 bezahlt. Da unsere Buchung durch das Hotel gemacht wurde hat die Travel Agency nicht gemerkt, dass es sich bei dem Transport um Ausländer mit Gepäck handelt und so haben wir einen Viertel des Preises bezahlt. Wir stiegen also mit Unschuldsmiene in den Kleinbus ein. Überall wurden Gäste abgeholt und es kam wie es kommen musste, der Bus hatte wegen unseren Rucksäcken zu wenig Platz. Dem Guide war das höchst unangenehm und wir gaben uns erstaunt bezüglich des Problems. Es wurde hin und her telefoniert. Schlussendlich wurden wir unterwegs in einem Bonzenhotel direkt am Strand ausgeladen. Wir erhielten freie Getränke und setzten uns an den Pool. Es war eine nette Hotelanlage also liess sich das ganze problemlos aushalten und Zeit haben wir ja genügend. Nach ca 2 Stunden fuhr ein anderer Bus vor und brachte uns nach Sabang. Wir hatten schlussendlich dann doch einen Special Ride, zum günstigen Preis aber halt mit ein paar Unannehmlichkeiten die ja eigentlich keine waren ;-)) Auf Reisen lernt man so einiges und gewöhnt sich auch Sachen an, die man sonst nicht unbedingt bieten würde….
An unserem Ziel angekommen wurden wir mehr als überrascht. Das Hotel ist der absolute Hammer. Wir wohnen in einem Bungalow direkt am Strand und haben eine Terrasse mit direkter Meersicht. Sabang ist ein kleiner Ort und liegt in einer grossen Bucht mit einem wunderschön Sandstrand. Es hat fast keine Hotels hier und alles wirkt noch total unverbraucht. Dies wird sich vermutlich bald ändern, da etwas weiter weg zurzeit eine riesen Hotelanlage gebaut wird. Die Filippinos spinnen auf diesen Ort, da sich hier der Underground River befindet. Täglich werden hunderte von Leuten zu diesem Spot gefahren. Wir hatten keine Lust darauf, da wir in Vietnam etwas Ähnliches schon gemacht haben und auch sonst schon genügend Höhlen gesehen haben. Stattdessen gönnten wir uns einen gemütlichen Nami im Liegestuhl. Am Abend liessen wir uns das Essen auf der Terrasse servieren, da das Ambiente hier wirklich einmalig ist mit den vielen Palmen und dem Meeresrauschen. Nach der hektischen Insel Luzon sind wir nun froh endlich ein paar Gänge zurückschalten und ein wenig abhängen zu können. Palawan ist wirklich eine komplett andere Welt. Die Natur ist unbeschreiblich schön und alles wirkt noch völlig unberührt. Ich glaube ich habe noch nie so viele Palmen auf einmal gesehen. An unserem Strand steht ein kistenähnliches Gebilde unter dem Schildkröteneier geschützt werden. Wenn das nicht ein Zeichen ist, dass hier die Natur wirklich noch in Takt ist. Das hat natürlich auch zur Folge, dass sich hin und wieder ein Tier ins Zimmer verirrt. Ist Chöge gestern passiert. Ich sass nichts ahnend draussen auf der Terrasse, als ich hörte wie Chöge irgendetwas im Zimmer herumrumorte. Es wurde immer heftiger und lauter als hätte er einen heftigen Kampf. Also stand ich auf um nachzusehen, was da los ist. In dem Moment fliegt die Türe auf, an mir vorbei schlittert ein handtellergrosses irgendetwas und Chöge steht mit rotem Kopf, total verschwitzt und ein wenig verwirrt vor mir. Er hätte also gedacht, er würde den Kampf verlieren. Das Ding sei erst unters Bett, dann wieder auf ihn los um sogleich wieder unter den Koffern zu verschwinden. Es hat in scheinbar schwer beeindruckt, sofort wurden sämtliche Handtücher zusammengetragen und sicherheitshalber sämtliche Spalten unter den Türen, davon haben wir ein paar, dicht gemacht. Ich bin ja froh ist das Ding nicht mir begegnet …
Leider geht die Zeit zu schnell vorbei. Morgen wollen wir weiter zur Insel Cacnipa. Diese gehört einem Schweizer, der dort ein paar Bungalows hat. Wir werden also versuchen eine Banka aufzutreiben, die uns dorthin bringt. Bin gespannt ob uns das gelingt…..

Freitag, 16. April 2010

Palawan - Puerto Princesa

Mittlerweile sind wir auf Palawan eingetroffen. Obwohl wir uns zurzeit noch in der Hauptstadt befinden, ist das Leben hier schon bedeutend gemütlicher und die Leute sind noch freundlicher. Unvorstellbar, dass das überhaupt noch möglich ist. Wir haben endlich das lang ersehnte Inselfeeling. Unser kleines Resort liegt etwas ausserhalb des Zentrums und hat einen wunderschönen Garten voller Blumen und Palmen. Wir sind in einem kleinen Paradies gelandet. Vor unserer Zimmertüre hängt eine Hängematte und neben dem Resort steht eine Kirche in der den ganzen Tag Gospel gesungen wird. Voll cool… nun sind wir definitiv am Ende der Welt angekommen. Natürlich haben wir heute nicht viel gemacht sondern einfach die Ruhe genossen. Morgen geht es dann endlich an den lang ersehnten Strand. Schnorchel und Taucherbrille haben wir gekauft, es kann also los gehen.

Manila

Unsere Busfahrt nach Manila verlief ereignislos. Die Busse sind sehr modern und während der Fahrt laufen englische Kinofilme. War recht unterhaltsam, so dass die Zeit schnell verging. Die Stadt Manila fand ich auf den ersten Blick gar nicht so schrecklich. Sie ist erstaunlich sauber für die Grösse die sie hat. Vermutlich liegt es an der unbeschreiblichen Armut, dass sie so einen schlechten Namen hat. Ein Menschenleben scheint hier leider nicht viel wert zu sein, wenn man den ganzen Geschichten Glauben schenken will. Wir konnten es dann doch nicht lassen und machten uns nach unserer Ankunft gleich auf den Weg zum grössten Einkaufscenter Asiens.
Als ich unseren Schlüssel an der Reception abgeben wollte, stellte ich mit Erstaunen fest das die ganze Staff plötzlich gleich gross war wie ich. Sie nahmen meinen Blick zur Kenntnis und mussten lachen. Sie erklärten mir dann, das sie auf „Schämeli“ stehen würden, da sie für die neue Homepage fotografiert würden und sonst kaum sichtbar wären hinter der Theke. Wir alberten herum und plötzlich stand der Hotelmanager neben mir und fragte mich ob wir uns nicht auch zur Verfügung stellen würden. Es mache sich immer gut auch europäische Gäste auf den Bildern zu haben. Klar doch, wir machen doch alles mit. Also hatten wir eine grössere Fotosession. Da wir die Ausländer auf den Fotos sind, mussten wir natürlich auf jedes drauf. Wir wurden x-mal hin und her gesetzt und hatten einen höllen Spass daran, wie ernsthaft und pingelig die Aisaten beim Fotographieren sind. Erstaunlicherweise kamen sich sämtliche Angestellten bei uns bedanken, das wir bei dem Spass mitmachten. Sie nutzten dann die Gelegenheit auch gleich um mit uns über die weiteren Reisepläne zu plaudern. Jeder hattten noch einen Tip parat, was wir uns unbedingt auch noch anschauen sollten. Wenn es danach ginge, müssten wir die nächsten 10 Jahre nur noch auf die Phils Urlaub machen. Egal es war ein Erlebnis und nun warten wir also gespannt auf das Ergebnis. Als Dankeschön spendierte uns der Manager den nächsten Aufenthalt im Hotel. Kein schlechter Stundenlohn für Asien; Sogar Chöge war zufrieden ;-))
Mit Verspätung machten wir uns dann doch noch auf den Weg. Die Mall of Asia steht direkt an der Manila Bay. Es ist kaum vorstellbar, WIE gross die Mall wirklich ist. Das ganze steht in keinem Verhältnis zur Armut die man sonst überall sieht. Mitten im Einkaufscenter ist sogar eine Eisbahn in Originalgrösse und das bei Aussentemperaturen von fast 40 Grad. Als Pünktchen auf dem i wird dann noch ein riesen Bild der Eigernordwand als Hintergrund verwenden. Wir sahen dem Treiben ein wenig zu und konnten uns das Lachen nur schlecht verkneifen; das ganze wirkte einfach zu skurril...
Natürlich gingen wir auch an die Bay um den Sonnenuntergang zu sehen. Hier hatte sich halb Manila versammelt. Wir kamen uns vor wie in Italien auf einer Strandpromenade. War aber toll und die Warterei hat sich definitiv gelohnt.

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