In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche-Träume-Entdecke - Mark Twain

Das sind wir...

Das sind wir...

Freitag, 1. Mai 2009

Hai Duong und Trang An

Wir haben bei unserer Reiseplanung nicht gemerkt, dass der 30. April und der 1. Mai 2009 ganz wichtige Feiertage in Vietnam sind. Nun hat sich herrausgestellt, dass an diesen beiden Tagen und am anschliessenden Wochenende das ganze Land unterwegs ist. Man hat keine Chance Zug-, Bus- oder Flugtickets zu bekommen, da diese Daten seit Monaten ausverkauft sind. An den fuer uns interessanten Orten gab es natuerlich auch keine Hotelzimmer mehr. Wir sind 4 Tage herumgerennt und haben alles versucht, leider ohne Erfolg. Die Stimmung war ziemlich am Boden. Zum Glueck haben wir Juergen, einen Deutschen der im Norden wohnt, kennengelernt. Mit ihm werden wir nun die naechsten 3 Tage durch die Provinz ziehen. Gleich nach unserer Ankunft sind wir mit den Motoraedern losgezogen und haben den Onkel von Ha, Juergens Freundin besucht. Es war cool da. Der Onkel macht selber Schnapps und wir mussten natuerlich probieren. Das Zeugs war mega stark, aber es schmeckte sehr gut. Der eine Schnapps wird aus Honig und Bienen hergestellt. Die Bienen werden mit in die Flasche abgefuellt. Waltsch, das waere etwas fuer dich gewesen. Er wollte uns leider keinen verkaufen, da dies eine einmalige Spezialitaet von ihm ist und nur an Besucher ausgeschenkt wird. Der Schnapps ist ganz schoen eingefahren. Nach dem Besuch sind wir im Dorf des Onkels spazieren gegangen. Wir waren die Attraktion. Alle kamen uns bestaunen. Die Leute waren jedoch sehr freundlich und offen. Wir hatten einen riesen Spass und Juergen weiss viel ueber die Lebensgewohnheiten der Einheimischen zu erzaehlen.
Am Abend gingen wir dann mit Juergen und Ha, in einem Strassenrestaurant Ente essen. Hier gilt die Regel je mehr Abfall am Boden liegt, desto besser das Restaurant. Ziemlich ungewohnt die Speisereste einfach auf den Boden zu werfen. Aber man will ja nicht unhoeflich sein ;-))
Nach dem Essen fuhren wir in die Stadt, ich habe mit Ha Schuhe gekauft und am Schluss haben wir irgendwo am Strassenrand, noch einen Absacker getrunken. Wieder ein Schnapps; dieses Mal aus 37 verschiedenen Kraeutern, welche alle selber gesammelt werden. Ich habe nicht probiert, aber Choege hat es geschmeckt.
Am naechsten Tag hingen wir mit Juergen erstmals in einer Bia Hoi Kneippe rum. Das sind die typischen Strassenrestaurants, wo man Bier aus dem Fass bekommt. Diese werden nur von den Einheimischen besucht. Wir waren also wieder mal das Highlight. Die Buschtrommeln funktionieren gut in Vietnam und so fuhren dauernd Leute vorbei die uns bestaunen wollten. Die einen winkten, die anderen riefen Hello und ein paar kamen extra in die Kneippe ein Bier trinken, damit sie uns besser sehen konnten. Es war absolut witzig, vorallem da Juergen immer alles kommentierte, so dass wir keine Zweifel hatten um was es ging. In Hai Duong gibt es absolut keinen Tourismus und die Leute sind zu 100 % authentisch. Wir fuehlten uns nie unerwuenscht, im Gegenteil wir waren kleine Stars. Egal wo wir hinkamen, wir wurden immer angelaechelt. Die Vietnamesen sind uns sonst nirgendwo so offen und freundlich begegnet. Mittlerweile betrachten wir die Tatsache, das alles ausgebucht war als Gluecksfall, denn unser Aufenthalt in dieser Stadt ist das absolute Highlight unserer Vietnamreise. Natuerlich nicht zuletzt auch wegen Ha und Juergen. Juergen ist an der Grenze zu Oesterreich aufgewachsen und hat schon in ganz Asien gelebt und gearbeitet. Man merkt schnell, dass er die Asiaten sehr gern hat und sie ihn auch. Das ist eher eine Seltenheit, da die meisten Auslaender kaum bereit sind sich anzupassen. Er hat auch viele Projekt laufen, welche Umweltschutz und Trinkwasserreinigungen in Vietnam verbessern sollen.
Am Abend gab es dann zu Hause bei Juergen und Ha ein Barbecue. Er hollte in einem Strassenrestaurant kurzerhand Tisch und Stuehle und baute seinen Grill mitten auf der Quartierstrasse auf. Wir fuhren mit Ha zum Markt. Sie ist auch anders als die Vietnamesinnen die wir bis anhin kennen gelernt haben. Sie spricht super Englisch und hat ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen. Sie ist die Chefin von Juergens Firma und "maenaetscht" das ganze sehr sympathisch aber knallhart. Es ist herrlich ihr zuzusehen wie sie ihre Wuensche durchsetzt. Immer mit einem Laecheln, aber mit einer unglaublichen Hartnaeckigkeit. So kauft sie dann auch Fleich, Gemuese und Fruechte ein. Choege kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Alles wurde beschnuppert und wehe es war nicht frisch. Eine alte Lady wollte ihr unbedingt aeltere Maiskolben in ihr Saeckchen stecken. Es gab ein Geschnatter, sie raeumte alles wieder aus und lief mit der Bemerkung "crazy old lady" davon. Die Vietnamesen fahren zweimal taeglich zum Markt da sie wirklich alles frisch zu bereiten. Wir haben durch Ha Speisen kennen gelernt, an die wir uns sonst nie herangewagt haetten, da jeder Reisefuehrer grundsaetzlich warnt davor. Wir wussten jedoch, dass sie es sofort merken wuerde, wenn etwas nicht mehr geniessbar waere. So haben wir drei herrlich kulinarische Tage in der Provinz verbracht. Am letzten Tag fuhren wir dann noch nach Trang An. Die Gegend besteht genau wie die Halong Bucht aus Kalksteinfelsen. Diese stehen hier jedoch nicht im Wasser sondern mitten in den Reisfeldern. Durch diese fliessen kleine Fluesse, auf welchen man eine herrliche Bootstour machen kann. Juergen hat einen Ort entdeckt zu dem noch keine Touristenbusse fahren. Da es immer noch ein Feiertag war, hatte es jedoch viele Vietnamesen da, mit denen war es dann aber mega lustig. Wir fiehlen wieder auf wie bunte Hunde. Dieses Mal wurde Choege dauernd beruehrt. Dies wegen seiner hellen Haut. Das moechten sie auch gerne haben und nutzten die Gelegenheit sie anzufassen. Ich habe mich kaputt gelacht. Choege fand es am Anfang nicht so lustig, hat sich dann aber schnell daran gewoehnt. Wir wurden ueberall mit grossem Hallo begruesst. Einer hat sogar seine beiden Zeigefinger gekreuzt, als er an mir vorbei ging. Juergen erklaerte der habe mir Glueck gewuenscht.
Am Abend sind wir dann zurueck nach Hanoi gefahren und mussten uns schweren Herzen von Ha und Juergen verabschieden. Was erst ein riesen Aergernis war, wurde zum Hoehepunkt unserer Vietnamreise. Es hat unheimlich Spass gemacht in der Provinz fest zu sitzen. Wir sehen das Land und die Leute nun mit ganz anderen Augen. Wenn wir nicht bei Juergen gelandet waeren, haetten wir diese Seite von Vietnam kaum kennengelernt.
Heute Abend geht es mit dem Zug an die chinesische Grenze, wo wir die Bergstaemme des Nordens besuchen werden. Dies ist schon die letzte Station unserer Reise bevor es zurueck in die Schweiz geht. Wie schnell doch die Zeit vergeht...

Donnerstag, 30. April 2009

Hanoi und Halong Bay

Nach 12 Stunden im Schlafwagen sind wir wiederum in einer Hergottsfruehe endlich in der Hauptstadt von Vietnam angekommen. Wir wurden vom Hotel abgeholt, zum Glueck da mir morgens um halb fuenf die Sinne noch nicht bereit stehen um Verhandlungen zu fuehren und mich von der Transportmafia nicht übers Ohr hauen zu lassen.
Beim Hotel angekommen mussten wir erstmals ueber die Reception Staff klettern, die da alle am Boden schliefen. Auch das ist in Vietnam normal. Wir wurden mit einem Kaffee in den Fruehstuecksraum gesetzt und schauten einer Küchenschabe zu, während wir darauf warteten bis das erste Zimmer frei wird. Als es draussen hell wurde waren wir es leid zu warten und machten uns auf den Weg an den See, welcher sich mitten in der Altstadt befindet. Dort fruehstueckten wir erstmal so richtig ausgiebig auf vietnamesisch. Das heisst, wir assen Suppe und schauten uns das Treiben auf der Strasse an. Hier geht es wieder ziemlich hektisch zu und es gibt die schraegsten Verkehrsteilnehmer zu sehen. So ging die Zeit schnell vorbei und wir konnten endlich unser Zimmer beziehen. Wir hatten Glueck, die ersten Gaeste die gingen, waren die aus dem Penthouse und das bekamen wir dann. Wir hatten sogar eine Dachterrasse mit Blick ueber ganz Hanoi, das war so cool, dass wir waehrend des ganzen Aufenthalts nur Take away Speisen holten (die sind hier super frisch, billig und schmecken toll) um diese dann da oben zu essen.
Die naechsten 2 Tage verbrachten wir hauptsaechlich damit, in der Altstadt herum zu wackeln und uns die ganzen Handwerksgassen anzusehen. Hier gibt es fuer jeden Beruf eine eigene Strasse. Wenn man zum Beispiel Schuhe kaufen moechte, geht man in die Schuhmacherstrasse. Dort hat es ca. 20 Laeden nacheinander und davor sitzen die Schuhmacher, welche einem die alten Schuhe auch gleich noch richten. Absolut interessant dieses System, mega effizient und natuerlich lustig zum Zuschauen.
Unser Aufenthalt in der Hauptstadt verging viel zu schnell und wir mussten schon wieder die Koffer packen. Mit dem Bus fuhren wir die 2oo km in die Halong Bay. Diese steht auch unter dem UNESCO Siegel. Dort bestiegen wir das Boot, welches auch wieder Aehnlichkeit mit einem schwimmenden vier Sterne Hotel hat. Diesmal war das Boot jedoch voll belegt. Es hatte, Russen, Australier, Singaporer, Finnen, Amerikaner mit japanischen, vietnameschischen und chinesischen Wurzeln. Wir waren ein buntes Voelkchen und es war interessant jedesmal mit anderen Nationalitaeten am Tisch zu sitzen und ueber deren Reiseplaene zu plaudern. Man hoerte die unterschiedlichsten Geschichten und wir mussten einmal mehr feststellen, dass wir bis jetzt einfach nur Glueck mit unseren Erfahrungen hatten. Am lustigsten hatten wir es mit den Amis. Mit denen haben wir sogar Karaoke gesungen (natuerlich Choege). Ich habe mich halb kaputt gelacht.
Die Tour durch die Bucht war einmalig schoen. Obwohl es uns am ersten Tag so richtig verregnete, hat dies dem Erlebnis nicht geschadet. Ist unbedingt zu empfehlen.
Auf dem Rueckweg mit dem Bus wurden wir auf halber Strecke von Juergen und Ha abgeholt und sitzen nun irgendwo in der Praerie zwischen Halong und Hanoi fest. Warum das ist eine lange Geschichte darueber mehr im naechsten Blog....

Samstag, 25. April 2009

Hue.... die Kaiserstadt

Die Zugfahrt ins 138 km entfernte Hue dauerte nur 2.5 Stunden und war tatsaechlich wunderschoen. Man sah Buchten mit einsamen Straenden und glasklarem Wasser, einfach herrlich. Da hat man uns nicht zu viel versprochen. Waere interessant zu wissen wie lange es noch geht, bis hier der Bauboom auch losgeht.
Hue ist die ehemalige Hauptstadt, welche viele Kaiser hat kommen und gehen sehen. Daher gibt es im kulturellen Bereich so einiges zu sehen. Am bekanntesten ist die Zitadelle (ehemaliger Kaiserpalast), diverse Grabstaetten der Kaiser und unzaehlige Pagoden. Wir sind ja bekanntlich nicht gerade die Kulturfreaks und trotzdem gehoert die Besichtigung dieser Gedenkstaetten bei einer Vietnamreise einfach mit dazu.
Erstmals entschieden wir uns jedoch an den nahe gelegenen Strand zu fahren. Dieser wird aufgrund der vielen Sehenswuerdigkeiten meistens links liegen gelassen. Wir fuhren mit dem Taxi dorthin und wollten uns eigentlich ein Toefli mieten, um ein wenig durch die Gegend zu fahren. Diese haette viel Lokalkolorit zu bieten. Was auch immer das heisst, wir wollten es uns auf jeden Fall anschauen. Der Strand ist toll und bis auf ein paar Kioske gibt es da noch keine Infrastruktur und vorallem auch keine Touristen. Daher stellte sich das mit dem Toefli mieten als ziemlich schwierig heraus. Es standen zwar wie ueberall zig von den Dingern herum, aber wir fanden niemanden, der uns eines vermieten wollte. Also liessen wir uns von dem Taxidriver ueberreden, die geplante Strecke mit ihm zu fahren. Da er sehr schlecht Englisch konnte, steckten wir ihm unsere Karte unter die Nase und zeichneten ihm den Weg ein, welchen wir gerne fahren wuerden. ''No problem...'' und los ging es. Die Stecke fuehrt an einer Lagune entlang und die Gegend ist wirklich interessant. Sie wird auch als ''Stadt der Graeber'' bezeichnet, da sich die ansaessigen Familien einen Wettstreit liefern, wer das schoenste und groesste Denkmal fuer die Ahnen erbaut. Aus dieser Gegend sind viele der sogenannten ''Boat people'' geflohen, welche nun Geld aus dem Ausland schicken um das Ganze zu finanzieren. Vielmals sind die Graeber groesser und schoener als die Wohnhaeuser. Fuer uns kaum nachvollziehbar.
Unsere Taxifahrt dauerte schon ewig und langsam aber sicher beschlich uns ein ungutes Gefuehl. Also hielten wir dem Fahrer erneut die Karte unter die Nase und machten ihm deutlich, dass er dann bei der naechsten Bruecke ja abzweigen soll, um wieder in die Stadt zurueck zu fahren. Leider kam diese Bruecke einfach nicht und wir waren uns bald sicher, dass er schon lange daran vorbei gefahren ist. Wenn wir ihn darauf ansprachen, sagte er jedoch immer ''ok, ok''. Wir wurden langsam sauer, da wir eigentlich noch andere Plaene hatten, als den Tag im Auto zu verbringen. Die Gegend fanden wir auch langsam aber sicher langweilig, da sie immer gleich aussah. Wir sind dann zu der Ueberzeugung gekommen, dass der Fahrer entweder selber nicht mehr wusste wo wir sind oder uns einfach fuer dumm verkauft hat. Wir tippen auf letzteres. Der ganze Spass hat fast drei Stunden gedauert, ca Fr 35.00 gekostet und wir sind einmal mehr um eine Erfahrung reicher.
Nach diesem Reinfall ueberlegten wir uns gut, wie wir die Tour zu all den Sehenswuerdigkeiten machen wollen. Wir suchten, das in beiden Reisefuehrern als Insidertipp angegebene Travelcafe auf und buchten dort eine Halbtagestour auf Mofas. Bereits als wir das Cafe betraten, war nicht zu uebersehen, dass sie nur zufriedene Gaeste haben. Die Waende inkl der Decke sind in allen Sprachen mit begeisterten Statements vollgekritzelt. Die Tour war dann auch ein Volltreffer. Wir fuhren mit zwei Bruedern der Besitzerin auf deren Mofas durch die Gegend, den ganzen Weg auf Nebenstrassen. Natuerlich haben wir wieder viele tolle Sachen gesehen und nebenbei auch noch die ganzen ''must see's'' abgehackt. Diese waren gar nicht so schlecht und wir konnten ein paar tolle Fotos knippsen. Am Selbstverstaendlich haben wir uns am Schluss der Tour auch mit einem Bericht verewigt. Wer weiss, vielleicht kommt ja mal jemand vorbei der uns kennt ;-))
Nach drei Tagen in der Kaiserstadt steht uns nun wieder eine lange Fahrt im Nachtzug Richtung Hanoi bevor. Wir muessen uns nun definitiv von der Kueste Vietnams verabschieden und werden vermutlich wieder in einer Stadt voller Toeflis und entsprechendem Laerm landen. Wir lassen uns ueberraschen....

Donnerstag, 23. April 2009

Hoi An.... UNESCO Weltkulturerbe

Unser naechstes Ziel ist Hoi An, dies liegt 730 km noerdlich von Mui Ne. Uns stand somit die erste Etappe im Schlafwagen bevor. Wir waren gespannt, ob das einigermassen zu ertragen ist. Der erste Eindruck war jedoch gar nicht so schlecht. Es schien einigermassen sauber zu sein und die Betten haben sogar richtige Matrazen inkl Kopfkissen und Duvet. Da wir beide auch nicht unbedingt gross sind, konnten wir uns ganz austrecken und haben ziemlich gut geschlafen. Es ist natuerlich kein Vergleich zu einem richtigen Bett, da es doch ganz schoen schaukelt, aber eine gute Alternative um vorwaerts zu kommen ist es allemal. Die Zugfahrt war auch ziemlich unterhaltsam, da auch eine Gruppe Englaender in unserem Wagen untergebracht war, so dass die Vietnamesen eine ziemliche Auswahl hatten und sich aussuchen konnten, wen sie nun anstarren moechten. Scheinbar ist es doch eher selten, dass die westlichen Touristen im Zug reisen.
Nach 13 Stunden erreichten wir morgens um 4h30 die Stadt Da Nang. Am Bahnhof wurden wir bereits erwartet, da wir die Tatsache, dass wir bereits so fruehmorgens auf den Beinen sind, ausnutzen wollten, um uns unterwegs die raetselhaften Ruinen von My Son anzuschauen. Diese sind Ueberbleibsel des ehemaligen Koenigreichs Champa und sollen bei Sonnenaufgang besonders schoen sein. Von der Tempelstadt ist jedoch nicht mehr allzu viel uebrig, da die Amis im Krieg so ziemlich alles zerbombt haben. Der Ausflug dorthin lohnt sich aber trotzdem, da die Anlage in einem wunderschoenen Tal liegt. Wir waren dann auch die ersten Besucher und haben es sehr genossen einmal ganz fuer uns zu sein.
Auf dem Weg nach Hoi An, konnten wir dann sehen wie Vietnam erwacht. Ueberall waren Leute unterwegs die auf dem Weg zum Markt waren. Die Vietnamesen sind erstaunliche Logistiker. Es ist nicht zu glauben was und vorallem wie sie ihre Ware transportieren. Wir haben ein paar Mal gestaunt. Die ganze Gegend besteht hier natuerlich aus Reisfeldern, auf welchen man Wasserbueffel gemuetlich am Grasen sieht. Genau so stellt man sich Vietnam vor.
Gegen 9h00 sind wir dann endlich im Hotel eingetroffen. Eine super Anlage mit einem riesen Swimmingpool, mitten in einem tollen Garten. Leider musste wir unser Bad auf spater verschieben, da wir zum Fruehstueck bei Thomas, einem Deutschen der in Hoi An lebt, eingeladen waren. Wir haben dann auch gemuetlich bei ihm zu Hause auf der Dachterrasse gegessen und hatten endlich Gelegenheit, alle Fragen zu stellen, auf die wir bisher keine Antworten erhalten haben. Es war sehr lustig und wir blieben viel laenger als wir eigentlich geplant hatten.
Am naechsten Tag stand dann unsere Tour zu den Palmengaerten auf dem Programm. Um 8h00 ging es bereits los. Mit Karsten, einem Mitarbeiter von Thomas, fuhren wir auf den Velos querfeldein und hatten Gelegenheit zu sehen, wie die Landbevoelkerung lebt und was sie alles aus den Kokosnusspalmen, die hier erstaunlicherweise im Wasser wachsen, produzieren. Wir konnten den Leuten beim Arbeiten zusehen und Karsten wusste viel darueber zu erzaehlen. Unterwegs machten wir bei einem Grosi halt und assen Baquette mit einer scharfen Fuellung. Wir wussten nicht genau was da drin ist, aber es hat super toll geschmeckt. Das ist uebrigens das erfreuliche Ueberbleibsel aus der Kolonialzeit. Die Franzosen haben das Brot zurueck gelassen. Das hat mir sonst in Aisen immer unheimlich gefehlt.
Am Abend ging es dann endlich ins ehemalige Hafenstaedtchen, das mittlerweile das UNESCO Siegel traegt und somit unter Schutz steht. Die Leute duerfen an den alten Haeusern nichts veraendern, was ein richtiger Segen fuer Hoi An ist und den Tourismus so richtig anzieht. Die Altstadt wird schon jetzt jeden 2. Abend fuer Motorraeder gesperrt. Es ist herrlich ruhig und man hat Gelegenheit so richtig zu flanieren. Hoi An ist auch DIE Stadt der Schneider. Ueberall hat es Kleidershops und es gibt nichts, was sie einem nicht innert kuerzester Zeit schneidern koennten. Fuer mich war es jedoch zu heiss, so dass ich nie so richtig in Shoppingstimmung gekommen bin; zur Freude von Choege, muss ich hier noch erwaehnen.
Wir hatten hier auch noch ein lustiges Erlebnis. Irgend an einem Morgen waren wir unterwegs in Richtung Altstadt um ein paar Besorgungen zu machen, als uns eine Vietnamesin auf einem Motorrad angequatscht hat. "Where are you going....?"; "Where are you from...?" "Are you married...?" usw. Das ist hier ueblich, da alle ihre Fremdsprachenkenntnisse an den Touristen ausprobieren wollen. Wir kamen auf jeden Fall mit ihr ins Gespraech und schlussendlich hat sie uns zu sich nach Hause eingeladen. Bei ihr zu Hause bekamen wir Stuehle hingestellt und haben noch eine zeitlang mit ihr herum gealbert, bis sie uns dann ploetzlich ans Herz legte wir muessen unbedingt schauen, dass wir moeglichst schnell ein Baby bekommen, da ich ja nicht mehr die Juengste sei. Sie hat Choege auch gleich ein paar Tipps diesbezueglich gegeben; wir haben uns kaputt gelacht. Damit es moeglichst bald klappen wuerde, hat sie uns auch gleich noch unsere chinesischen Sternzeichen in Form von Gluecksbringer verkauft. Wir wissen nun, dass Choege im Jahr des Hasen und ich im Jahr der Ratte geboren sind. Gemaess der Prophezeihung der Vietnamesin soll das super passen. Wie auch immer, wir haben auf jeden Fall eine fuer uns ganz neue Verkaufstaktik kennen gelernt. Man muss nur wissen wie, dann kann man den Touristen alles andrehen. Wie frueher schon erwaehnt; die Vietnamesen sind charmant aber auch riesen Schlitzohren.
Leider vergingen unsere vier Tage in Hoi An viel zu schnell. Heute geht es bereits wieder weiter. Wir fahren mit dem Zug ueber den Wolkenpass nach Hue. Diese Strecke fuehrt direkt an der Kueste entlang und gilt als eine der schoensten Vietnams.

Samstag, 18. April 2009

Mui Ne ... das Mekka der Kitesurfer

Die naechsten 200 km fuhren wir mit dem Zug. Um 5h30 klingelte unser Wecker, da der Zug bereits kurz vor sieben abfuhr. In Vietnam wird man zum Fruehaufsteher. Hier passiert alles am Morgen in einer Herrgottsfruehe. Mittlerweile habe sogar ich mich daran gewoehnt. Man geht dafuer am Abend auch frueher zu Bett oder haelt ein laengeres Mittagsschlaefchen.
Das Zugfahren war im Gegensatz zu Thailand sehr angenehmen und ziemlich ruhig. Nach vier Stunden erreichten wir die Endstation und mussten die restlichen 12 km bis zu unserem Resort mit dem Taxi zuruecklegen. Es klappte alles bestens, das Resort war ein Volltreffer. Es hat nur 12 Zimmer und liegt direkt am Strand. Rundherum hat es ein paar Bars, gemuetliche Openair-Restaurants sowie Einkaufsshops. Kurz gesagt, es ist alles vorhanden was man so braucht.
Wir machten uns auch gleich auf den Weg, um den Strand zu besichtigen. Super schoen und extrem sauber. Fuer Unterhaltung ist auch gesorgt. Hier tummelt sich alles was in Sachen Kitesurfing etwas auf sich haelt. Es ist genial zu sehen, was die Jungs alles drauf haben und mit was fuer Speed die uebers Wasser flitzen. Hier hat es immer super Wind, daher ist der Ort auch so beleibt bei den Kitern. (Romi du wuerdest ausflippen hier ;-)) Leider ist es echt schwierig vernuenftige Fotos zu machen. Ich habe es einen ganzen Tag lang versucht, es ist aber nicht viel Schlaues dabei rausgekommen, also habe ich es sein lassen und das Ganze einfach durch Zusehen genossen.
Ausser dem Kiten ist hier sonst nicht viel los. Es ist sehr ruhig, man hat so richtig Zeit die Seele baumeln zu lassen. Eigentlich waere die Hitze unertraeglich, aber dank des Winds merkt man sie kaum. Das Meer hat hier ca 26 Grad es ist so richtig herrlich zum Baden.
Eine kleine Tour haben wir dann doch noch gemacht. Wir haben uns einen Jeep gemietet und sind zu den Sandduenen in der naeheren Umgebung gefahren. Wie die hierhin kommen ist mir ein Raetsel, aber was solls Hauptsache es gibt tolle Fotos. Bei den ersten Duenen machten wir dann auch Bekanntschaft mit Vietnams zukuenftigen Wirtschaftsbossen. Kaum sind wir mit unserem Jeep vorgefahren, kamen mehrere Kinder im Alter von ca 6 bis 9 Jahren angerannt und uebernahmen unsere Fuehrung. Das wohlgemerkt in bestem Englisch. Da die Kinder zu dieser Tageszeit normalerweise in der Schule sind, ist es mir ein Raetsel wo sie dieses so gut gelernt haben.
Erst ging es an einen See mit Seerosen und den Duenen im Hintergrund. Wir wurden genau angewiesen wo und wie wir uns fuer das obligatorische Foto hinstellen mussten. Dann wurde fuer alle Frauen eine Seerose gepflueckt, welche dann mit einem verschmitzten Laecheln uebergeben wurden. Am Schluss setzten diese Halbstarken mich auf eine Art Plastik, gaben mir einen gehoerigen Schubs und schon dueste ich den Hang hinunter um unten am See mehr oder weniger frisch paniert anzukommen. Choege lachte sich kaputt und entschied kurzerhand, dass er auf die Rutschpartie gut verzichten koenne. Er habe ja Fotos von mir das reiche ihm. Auf dem Rueckweg eroeffnete uns unser Fuehrer, dass das ganze Packet inklusiv Rutschen 100'000 VND (ca sFr. 6.00) kosten wuerde. Soviel bezahlen wir in etwa wenn wir am Abend essen gehen. Ich erklaerte dem Knirps auch gleich das koenne er vergessen. Nach einem langen Streitgespraech mit ihm, welches er immer noch in bestem Englisch gefuehrt hat, gab ich dann nach. Ich hatte keine Chance gegen den Kleinen und Choege lachte sich natuerlich halb kaputt, liess mich aber komplett haengen. Mir blieb nichts anderes uebrig als nachzugeben. Der Kleine liebte mich dafuer und verabschiedete mich mit dem unschludigsten Lachen das ich je gesehen habe, vermutlich um sofort seinen Kollegen zu erzaehlen, dass er die duemste aller Touristinnen soeben kennengelernt habe. Egal, eigentlich war es ja lustig, auch wenn ich mir absolut bewusst bin, dass dies vom sozialen Aspekt her total bloed war, ihm soviel Geld zu geben. Aber er war doch soooo suess ;-)) Ich erlebe hier eh ein ganz neues Feeling; die Vietnamesen haben einen Charme dem ich nicht wiederstehen kann.
Nun sind also unsere vier Tage hier auch schon wieder vorbei. Morgen geht es mit dem Nachtzug weiter nach Da Nang ins Zentrum von Vietnam.

Mittwoch, 15. April 2009

Cu Chi Tunnel und Kriegsmuseum

Der heutige Tag drehte sich rund um den Vietnamkrieg. 50km ausserhalb von Saigon, befindet sich das beruehmte Tunnelssystem das der Vietcong benutzte um sich vor den Amis zu verstecken und diese damit auch ganz schoen an der Nase herumfuehrte.
Wir hatten eine von uns so gehasste Kaffeefahrt gebucht und sassen dementsprechend mit ca 50 anderen Touris in dem Bus. Es war der einfachste Weg dort hinzukommen und dauerte zum Glueck nur einen halben Tag. War also einigermassen auszuhalten.
Bereits im Bus erklaerte uns der Tourguide, dass 40 % von all dem was in unseren Gechichtsbuechern steht nicht stimmt. So zum Beispiel, dass der Vietcong in den Tunnels gewohnt hat und dort sogar Krankenhaeuser und Schulen eingerichtet hatte. Eigentlich geben wir ja ziemlich viel auf unsere Geschichtsbuecher und da Vietnam ein sozialistisches Land ist, in dem immer noch viel Propaganda gemacht wird, sind wir uns auch nach dem Besuch nicht sicher was wir nun glauben sollen und was nicht. Ist ja eigentlich egal, wir waren jedenfalls da....
Wir fuhren also nach Cu Chi wo sich die Tunnel befinden und wurden durch eine Art Wald gefuehrt, der vollgestopft mit Besichtungsposten war. Am einen waren die wildesten Fallen zu besichtigen, die auch ganz schoen brutal und ziemlich effizient aussahen. Beim naechsten Posten, konnen wir einen Originaleinstig ins System bestauenen. Diese waren so klein, dass nicht alle Westler reinpassten. Weiter ging es zu einem Stand wo man verschieden grosse Munition kaufen konnte, um diese dann mit den Originalgewehren der Vietnamesen von damals gegen einen Stapel Faesser abzufeuern. Spaetestens da mussten wir dann doch den Kopf ueber diverse Touris in unserer Gruppe schuetteln. Da waren absolute Kriegfans dabei, die es nicht unterlassen hatten, sich ins Tenue TAZ zu stuerzen um diesen Tag moeglichst "stilvoll" zu erleben. Das wohlgemerkt bei fast 40 Grad. Diese waren dann auch sofort im Element und ballerten wie die wilden mit den Gewehren in der Gegend herum. Eigentlich war das Ganze ziemlich armseelig, aber man soll jedem seinen Spass goennen oder :-))
Wir fanden die Tunnel dann schon interessanter. Es ist unvorstellbar wie durchdacht dieses System war und kann es den Amis nicht mal gross veruebeln, dass sie lange nicht gecheckt haben, um was es eigentlich geht. Man hat einen Tunnel ca 100 m ausgebaut, damit auch die Westler da reinpassen. Alle 20 m hatte es einen Ausstieg und es war jedem selbst ueberlassen wie weit er kriechen wollte. Das war ein ziemlich schraeges Erlebnis, da es heiss und dreckig war und ziemlich gestunken hat. Aber wenn schon denn schon, wir sind also da auch reingekrochen. Choege einen ganzen Abschnitt, ich nur soweit, dass es gerade fuer ein Foto reichte :-))
Naechste Station der Tour war eine Handwerksfabrik, wo die durch Agent Orange (Herbizid resp Entlaubungsmittel) entstellten Menschen eine Gelegenheit erhalten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen in dem sie Dekorationsgegenstaende, welche wirklich toll sind, an die Touris verkaufen. Wenn wir den Guide richtig verstanden haben verlangt der Staat, dass man nach den Tunnels auch diese Einrichtung besucht. Quasi um den Leuten vor Augen zu fuehren, was da eigentlich fuer Verbrechen an der Zivilbevoelkerung begangen wurden. Es war entsprechend eindruecklich und es kommt einem ziemlich die Galle hoch, wenn man diese Menschen da so sitzen sieht. Auch auf der Strasse wird man immer wieder mit ihnen konfrontiert. Das durch die Amis eingesetzte Entlaubungsmittel hatte zur Folge, dass jahrelang viele Kinder verkruepelt und entstellt zur Welt kamen. Vorallem unsere Generation gehoert zu den Betroffenen, da kriegt man die Amis noch lieber als man sie eh schon hat....
Als kroenender Abschluss der Tour wurden wir dann noch beim Kriegsmueseum ausgeladen, dort konnten wir dann noch saemtliches Kriegsmaterial wie Flieger, Panzer, Bomben und was sonst noch dazugehoert besichtigen. Dazu waren hunderte Fotos ausgestellt, die den Krieg ziemlich eindrucksvoll dokumentieren. Man sah katastrophale Bilder, die nochmals ziemlich unter die Haut gingen.
Wir sind der Meinung, wenn man schon durch Vietnam reist, gehoert es auch dazu sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Es war jedoch ein ziemlich happiger Tag und wir freuen uns darauf, morgen endlich ans Meer zu fahren. Dann sind ein paar Tage Nichtstun angesagt ;-))





Dienstag, 14. April 2009

Unterwegs im Mekong Delta

Nach dem Fruehstueck wurden wir von einem Minibus abgeholt. Zwar eine halbe Stunde vor der vereinbarten Zeit, aber was solls vermutlich muss der arme Kerl noch weitere Touris quer durch die ganze Stadt abholen. Dachten wir jedenfalls..... Wir hatten eine fuer unsere Verhaeltnisse eher teure Tour auf einem stylischen Holzboot mit 12 Kabinen ins Delta gebucht, da uns die billigeren alle wie bessere Kaffeefahrten vorgekommen sind und man stundenlang im Bus durch die Gegend chauffiert worden waere und das mit zig anderen Touristen. Darauf hatten wir einfach keine Lust.
Als wir nach dreistuendiger Fahrt am Pier ankamen und immer noch alleine in dem Bus sassen, befuerchteten wir schon das Schlimmste. Wir wurden zwar von einer super netten Vietnamesin abgeholt und fuhren mit einem kleinen Boot zu einer Produktionsstaette wo uns quasi in einer privaten Vorfuehrung demonstriert wurde, wie diverse Produkte im tiefen Sueden hergestellt werden. Meine Fragen betreffend des Boots beantwortete mir Anh alle zu meiner vollen Zufriedenheit, trotzdem blieb ich misstrauisch, da immer noch keine anderen Gaeste in Sicht waren. Wir fuhren mit einem kleinen Boot weiter und siehe da, das Boot stand bereit und sah auch aus wie auf den Bildern die wir gesehen hatten. Nun rueckte Anh raus mit der Sprache. Zurzeit sei Nebensaison und wir seien die einzigen beiden Gaeste auf ihrem Boot. Wir koennten uns unsere Kabine also gleich selber aussuchen. Wir entschieden uns natuerlich fuer die Schoenste. Diese hatte sogar einen eigenen Balkon. Das ganze Schiff kam uns vor wie ein schwimmendes Nobelhotel. Es hatte einen Salon, einen Speisesaal, ein Liegedeck und eine Bar. Die Crew bestand aus 11 Personen und das nur fuer uns zwei. Beim Essen gaben wir uns Muehe alles aufzuessen, obwohl es viel zu viel war, damit der Koch es nicht als Beleidigung empfand, da er eh nur fuer uns beide in der Kueche stand. Das hatter zur Folge, dass er die Menge der naechsten Mahlzeit gleich verdoppelte. Wir kamen uns vor als wuerden wir gemaestet. Aber es schmeckte hervorragend. Die Tour fuehrte uns auf einem der vielen Arme des Mekongs, weit in den Sueden hinein. Wir sahen wie die Bevoelkerung um, auf und aus dem Fluss lebt. Einfach aber offensichtlich sehr zufrieden. Dauernd riefen uns Kinder zu und winkten. Zum Teil kamen wir uns schon ein wenig doof vor, zu zweit auf dem riesen Kahn.
Unterwegs besuchten wir ein fuer diese Gegend typisches Bauerndorf, dort durften wir uns ansehen wie die Leute wohnen und wovon sie leben. Das war sehr interessant. Wir sahen viele bekannte und natuerlich auch unbekannte Fruechte, Reisfelder, Fischzuchten und allerhand Viecher, die allesamt zur Selbstversorgung gehalten werden. Am Schluss wurden wir sogar noch zu Kaffee und Kuchen bei einer Familie eingeladen.
Am Abend tranken wir gemuetlich unser Bier auf dem Deck und konnten der Sonne beim Untergehen zusehen. Das war total entspannend, nach dem wuseligen Saigon.
Am naechsten Morgen wurden wir bereits mit der aufgehenden Sonne geweckt. Wir fuhren mit einem kleinen Boot zum groessten schwimmenden Markt in der Region. Es war extrem witzig zuzusehen wie die Marktfrauen ihre Ware anpreisen, handeln und tauschen. Da wuerde vermutlich auch Choege noch etwas lernen koennen. Er war natuerlich sehr fasziniert von dem ganzen :-)) Leider war am Mittag unsere Tour zu ende und wir wurden in Can Tho, der groessten Stadt des Deltas abgesetzt. Wir haben uns entschieden noch eine Nacht in der Stadt zu bleiben, da wir keine Lust hatten schon wieder zurück in die Grossstadt zu reisen. Also machten wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Die Stadt hat eine wunderbare Uferpromenade. Natuerlich hat es auch hier hunderte von Toeflis, aber im Vergleich zu Saigon war es "angenehm ruhig". Die Sonne knallte jedoch ununterbrochen vom Himmel, so dass wir nach kurzer Zeit unser Vorhaben aufgaben und es uns im besten Hotel der Stadt am Swimmingpool gemuetlich machten. Das geht in Vietnam einfach so. Man marschiert in eines der Bonzenhotels, fragt an der Reception ob man den Pool benuetzen darf, bezahlt das Ticket, erhaelt Handtuecher und kann am Schluss sogar noch die Duschen benuetzen. Wir finden das sehr praktisch. Leider kochte auch der Pool fast, also konnte von Abkuehlung keine Rede sein. Aber was solls, das ist Jammern auf hohem Niveau...
Am Abend beschlossen wir dann mutig, eine der Spezialitaeten der Region zu probieren: Schlange. Eigentlich schmeckte es ganz gut... aehnlich wie Poulet. Wuerden wir also nochmals essen.
Am folgenden Tag holten wir dann unseren Stadtbummel nach, bevor es mit dem Express Boot wieder zurueck nach Saigon ging. Wir sind gut in der Metropole angelangt und finden sogar den Verkehr nicht mehr so schlimm. Es ist erstaunlich wie schnell man sich an gewisse Dinge gewoehnt;-))

Morgen geht es dann zu den Cu Chi Tunnel und ins Kriegsmusem.

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