In 20 Jahren wirst Du dich mehr ärgern über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die, die du getan hast. Also wirf die Leinen und segle fort aus deinem sicheren Hafen. Fange den Wind in deinen Segeln. Forsche-Träume-Entdecke - Mark Twain

Das sind wir...

Das sind wir...

Samstag, 18. April 2009

Mui Ne ... das Mekka der Kitesurfer

Die naechsten 200 km fuhren wir mit dem Zug. Um 5h30 klingelte unser Wecker, da der Zug bereits kurz vor sieben abfuhr. In Vietnam wird man zum Fruehaufsteher. Hier passiert alles am Morgen in einer Herrgottsfruehe. Mittlerweile habe sogar ich mich daran gewoehnt. Man geht dafuer am Abend auch frueher zu Bett oder haelt ein laengeres Mittagsschlaefchen.
Das Zugfahren war im Gegensatz zu Thailand sehr angenehmen und ziemlich ruhig. Nach vier Stunden erreichten wir die Endstation und mussten die restlichen 12 km bis zu unserem Resort mit dem Taxi zuruecklegen. Es klappte alles bestens, das Resort war ein Volltreffer. Es hat nur 12 Zimmer und liegt direkt am Strand. Rundherum hat es ein paar Bars, gemuetliche Openair-Restaurants sowie Einkaufsshops. Kurz gesagt, es ist alles vorhanden was man so braucht.
Wir machten uns auch gleich auf den Weg, um den Strand zu besichtigen. Super schoen und extrem sauber. Fuer Unterhaltung ist auch gesorgt. Hier tummelt sich alles was in Sachen Kitesurfing etwas auf sich haelt. Es ist genial zu sehen, was die Jungs alles drauf haben und mit was fuer Speed die uebers Wasser flitzen. Hier hat es immer super Wind, daher ist der Ort auch so beleibt bei den Kitern. (Romi du wuerdest ausflippen hier ;-)) Leider ist es echt schwierig vernuenftige Fotos zu machen. Ich habe es einen ganzen Tag lang versucht, es ist aber nicht viel Schlaues dabei rausgekommen, also habe ich es sein lassen und das Ganze einfach durch Zusehen genossen.
Ausser dem Kiten ist hier sonst nicht viel los. Es ist sehr ruhig, man hat so richtig Zeit die Seele baumeln zu lassen. Eigentlich waere die Hitze unertraeglich, aber dank des Winds merkt man sie kaum. Das Meer hat hier ca 26 Grad es ist so richtig herrlich zum Baden.
Eine kleine Tour haben wir dann doch noch gemacht. Wir haben uns einen Jeep gemietet und sind zu den Sandduenen in der naeheren Umgebung gefahren. Wie die hierhin kommen ist mir ein Raetsel, aber was solls Hauptsache es gibt tolle Fotos. Bei den ersten Duenen machten wir dann auch Bekanntschaft mit Vietnams zukuenftigen Wirtschaftsbossen. Kaum sind wir mit unserem Jeep vorgefahren, kamen mehrere Kinder im Alter von ca 6 bis 9 Jahren angerannt und uebernahmen unsere Fuehrung. Das wohlgemerkt in bestem Englisch. Da die Kinder zu dieser Tageszeit normalerweise in der Schule sind, ist es mir ein Raetsel wo sie dieses so gut gelernt haben.
Erst ging es an einen See mit Seerosen und den Duenen im Hintergrund. Wir wurden genau angewiesen wo und wie wir uns fuer das obligatorische Foto hinstellen mussten. Dann wurde fuer alle Frauen eine Seerose gepflueckt, welche dann mit einem verschmitzten Laecheln uebergeben wurden. Am Schluss setzten diese Halbstarken mich auf eine Art Plastik, gaben mir einen gehoerigen Schubs und schon dueste ich den Hang hinunter um unten am See mehr oder weniger frisch paniert anzukommen. Choege lachte sich kaputt und entschied kurzerhand, dass er auf die Rutschpartie gut verzichten koenne. Er habe ja Fotos von mir das reiche ihm. Auf dem Rueckweg eroeffnete uns unser Fuehrer, dass das ganze Packet inklusiv Rutschen 100'000 VND (ca sFr. 6.00) kosten wuerde. Soviel bezahlen wir in etwa wenn wir am Abend essen gehen. Ich erklaerte dem Knirps auch gleich das koenne er vergessen. Nach einem langen Streitgespraech mit ihm, welches er immer noch in bestem Englisch gefuehrt hat, gab ich dann nach. Ich hatte keine Chance gegen den Kleinen und Choege lachte sich natuerlich halb kaputt, liess mich aber komplett haengen. Mir blieb nichts anderes uebrig als nachzugeben. Der Kleine liebte mich dafuer und verabschiedete mich mit dem unschludigsten Lachen das ich je gesehen habe, vermutlich um sofort seinen Kollegen zu erzaehlen, dass er die duemste aller Touristinnen soeben kennengelernt habe. Egal, eigentlich war es ja lustig, auch wenn ich mir absolut bewusst bin, dass dies vom sozialen Aspekt her total bloed war, ihm soviel Geld zu geben. Aber er war doch soooo suess ;-)) Ich erlebe hier eh ein ganz neues Feeling; die Vietnamesen haben einen Charme dem ich nicht wiederstehen kann.
Nun sind also unsere vier Tage hier auch schon wieder vorbei. Morgen geht es mit dem Nachtzug weiter nach Da Nang ins Zentrum von Vietnam.

Mittwoch, 15. April 2009

Cu Chi Tunnel und Kriegsmuseum

Der heutige Tag drehte sich rund um den Vietnamkrieg. 50km ausserhalb von Saigon, befindet sich das beruehmte Tunnelssystem das der Vietcong benutzte um sich vor den Amis zu verstecken und diese damit auch ganz schoen an der Nase herumfuehrte.
Wir hatten eine von uns so gehasste Kaffeefahrt gebucht und sassen dementsprechend mit ca 50 anderen Touris in dem Bus. Es war der einfachste Weg dort hinzukommen und dauerte zum Glueck nur einen halben Tag. War also einigermassen auszuhalten.
Bereits im Bus erklaerte uns der Tourguide, dass 40 % von all dem was in unseren Gechichtsbuechern steht nicht stimmt. So zum Beispiel, dass der Vietcong in den Tunnels gewohnt hat und dort sogar Krankenhaeuser und Schulen eingerichtet hatte. Eigentlich geben wir ja ziemlich viel auf unsere Geschichtsbuecher und da Vietnam ein sozialistisches Land ist, in dem immer noch viel Propaganda gemacht wird, sind wir uns auch nach dem Besuch nicht sicher was wir nun glauben sollen und was nicht. Ist ja eigentlich egal, wir waren jedenfalls da....
Wir fuhren also nach Cu Chi wo sich die Tunnel befinden und wurden durch eine Art Wald gefuehrt, der vollgestopft mit Besichtungsposten war. Am einen waren die wildesten Fallen zu besichtigen, die auch ganz schoen brutal und ziemlich effizient aussahen. Beim naechsten Posten, konnen wir einen Originaleinstig ins System bestauenen. Diese waren so klein, dass nicht alle Westler reinpassten. Weiter ging es zu einem Stand wo man verschieden grosse Munition kaufen konnte, um diese dann mit den Originalgewehren der Vietnamesen von damals gegen einen Stapel Faesser abzufeuern. Spaetestens da mussten wir dann doch den Kopf ueber diverse Touris in unserer Gruppe schuetteln. Da waren absolute Kriegfans dabei, die es nicht unterlassen hatten, sich ins Tenue TAZ zu stuerzen um diesen Tag moeglichst "stilvoll" zu erleben. Das wohlgemerkt bei fast 40 Grad. Diese waren dann auch sofort im Element und ballerten wie die wilden mit den Gewehren in der Gegend herum. Eigentlich war das Ganze ziemlich armseelig, aber man soll jedem seinen Spass goennen oder :-))
Wir fanden die Tunnel dann schon interessanter. Es ist unvorstellbar wie durchdacht dieses System war und kann es den Amis nicht mal gross veruebeln, dass sie lange nicht gecheckt haben, um was es eigentlich geht. Man hat einen Tunnel ca 100 m ausgebaut, damit auch die Westler da reinpassen. Alle 20 m hatte es einen Ausstieg und es war jedem selbst ueberlassen wie weit er kriechen wollte. Das war ein ziemlich schraeges Erlebnis, da es heiss und dreckig war und ziemlich gestunken hat. Aber wenn schon denn schon, wir sind also da auch reingekrochen. Choege einen ganzen Abschnitt, ich nur soweit, dass es gerade fuer ein Foto reichte :-))
Naechste Station der Tour war eine Handwerksfabrik, wo die durch Agent Orange (Herbizid resp Entlaubungsmittel) entstellten Menschen eine Gelegenheit erhalten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen in dem sie Dekorationsgegenstaende, welche wirklich toll sind, an die Touris verkaufen. Wenn wir den Guide richtig verstanden haben verlangt der Staat, dass man nach den Tunnels auch diese Einrichtung besucht. Quasi um den Leuten vor Augen zu fuehren, was da eigentlich fuer Verbrechen an der Zivilbevoelkerung begangen wurden. Es war entsprechend eindruecklich und es kommt einem ziemlich die Galle hoch, wenn man diese Menschen da so sitzen sieht. Auch auf der Strasse wird man immer wieder mit ihnen konfrontiert. Das durch die Amis eingesetzte Entlaubungsmittel hatte zur Folge, dass jahrelang viele Kinder verkruepelt und entstellt zur Welt kamen. Vorallem unsere Generation gehoert zu den Betroffenen, da kriegt man die Amis noch lieber als man sie eh schon hat....
Als kroenender Abschluss der Tour wurden wir dann noch beim Kriegsmueseum ausgeladen, dort konnten wir dann noch saemtliches Kriegsmaterial wie Flieger, Panzer, Bomben und was sonst noch dazugehoert besichtigen. Dazu waren hunderte Fotos ausgestellt, die den Krieg ziemlich eindrucksvoll dokumentieren. Man sah katastrophale Bilder, die nochmals ziemlich unter die Haut gingen.
Wir sind der Meinung, wenn man schon durch Vietnam reist, gehoert es auch dazu sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Es war jedoch ein ziemlich happiger Tag und wir freuen uns darauf, morgen endlich ans Meer zu fahren. Dann sind ein paar Tage Nichtstun angesagt ;-))





Dienstag, 14. April 2009

Unterwegs im Mekong Delta

Nach dem Fruehstueck wurden wir von einem Minibus abgeholt. Zwar eine halbe Stunde vor der vereinbarten Zeit, aber was solls vermutlich muss der arme Kerl noch weitere Touris quer durch die ganze Stadt abholen. Dachten wir jedenfalls..... Wir hatten eine fuer unsere Verhaeltnisse eher teure Tour auf einem stylischen Holzboot mit 12 Kabinen ins Delta gebucht, da uns die billigeren alle wie bessere Kaffeefahrten vorgekommen sind und man stundenlang im Bus durch die Gegend chauffiert worden waere und das mit zig anderen Touristen. Darauf hatten wir einfach keine Lust.
Als wir nach dreistuendiger Fahrt am Pier ankamen und immer noch alleine in dem Bus sassen, befuerchteten wir schon das Schlimmste. Wir wurden zwar von einer super netten Vietnamesin abgeholt und fuhren mit einem kleinen Boot zu einer Produktionsstaette wo uns quasi in einer privaten Vorfuehrung demonstriert wurde, wie diverse Produkte im tiefen Sueden hergestellt werden. Meine Fragen betreffend des Boots beantwortete mir Anh alle zu meiner vollen Zufriedenheit, trotzdem blieb ich misstrauisch, da immer noch keine anderen Gaeste in Sicht waren. Wir fuhren mit einem kleinen Boot weiter und siehe da, das Boot stand bereit und sah auch aus wie auf den Bildern die wir gesehen hatten. Nun rueckte Anh raus mit der Sprache. Zurzeit sei Nebensaison und wir seien die einzigen beiden Gaeste auf ihrem Boot. Wir koennten uns unsere Kabine also gleich selber aussuchen. Wir entschieden uns natuerlich fuer die Schoenste. Diese hatte sogar einen eigenen Balkon. Das ganze Schiff kam uns vor wie ein schwimmendes Nobelhotel. Es hatte einen Salon, einen Speisesaal, ein Liegedeck und eine Bar. Die Crew bestand aus 11 Personen und das nur fuer uns zwei. Beim Essen gaben wir uns Muehe alles aufzuessen, obwohl es viel zu viel war, damit der Koch es nicht als Beleidigung empfand, da er eh nur fuer uns beide in der Kueche stand. Das hatter zur Folge, dass er die Menge der naechsten Mahlzeit gleich verdoppelte. Wir kamen uns vor als wuerden wir gemaestet. Aber es schmeckte hervorragend. Die Tour fuehrte uns auf einem der vielen Arme des Mekongs, weit in den Sueden hinein. Wir sahen wie die Bevoelkerung um, auf und aus dem Fluss lebt. Einfach aber offensichtlich sehr zufrieden. Dauernd riefen uns Kinder zu und winkten. Zum Teil kamen wir uns schon ein wenig doof vor, zu zweit auf dem riesen Kahn.
Unterwegs besuchten wir ein fuer diese Gegend typisches Bauerndorf, dort durften wir uns ansehen wie die Leute wohnen und wovon sie leben. Das war sehr interessant. Wir sahen viele bekannte und natuerlich auch unbekannte Fruechte, Reisfelder, Fischzuchten und allerhand Viecher, die allesamt zur Selbstversorgung gehalten werden. Am Schluss wurden wir sogar noch zu Kaffee und Kuchen bei einer Familie eingeladen.
Am Abend tranken wir gemuetlich unser Bier auf dem Deck und konnten der Sonne beim Untergehen zusehen. Das war total entspannend, nach dem wuseligen Saigon.
Am naechsten Morgen wurden wir bereits mit der aufgehenden Sonne geweckt. Wir fuhren mit einem kleinen Boot zum groessten schwimmenden Markt in der Region. Es war extrem witzig zuzusehen wie die Marktfrauen ihre Ware anpreisen, handeln und tauschen. Da wuerde vermutlich auch Choege noch etwas lernen koennen. Er war natuerlich sehr fasziniert von dem ganzen :-)) Leider war am Mittag unsere Tour zu ende und wir wurden in Can Tho, der groessten Stadt des Deltas abgesetzt. Wir haben uns entschieden noch eine Nacht in der Stadt zu bleiben, da wir keine Lust hatten schon wieder zurück in die Grossstadt zu reisen. Also machten wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Die Stadt hat eine wunderbare Uferpromenade. Natuerlich hat es auch hier hunderte von Toeflis, aber im Vergleich zu Saigon war es "angenehm ruhig". Die Sonne knallte jedoch ununterbrochen vom Himmel, so dass wir nach kurzer Zeit unser Vorhaben aufgaben und es uns im besten Hotel der Stadt am Swimmingpool gemuetlich machten. Das geht in Vietnam einfach so. Man marschiert in eines der Bonzenhotels, fragt an der Reception ob man den Pool benuetzen darf, bezahlt das Ticket, erhaelt Handtuecher und kann am Schluss sogar noch die Duschen benuetzen. Wir finden das sehr praktisch. Leider kochte auch der Pool fast, also konnte von Abkuehlung keine Rede sein. Aber was solls, das ist Jammern auf hohem Niveau...
Am Abend beschlossen wir dann mutig, eine der Spezialitaeten der Region zu probieren: Schlange. Eigentlich schmeckte es ganz gut... aehnlich wie Poulet. Wuerden wir also nochmals essen.
Am folgenden Tag holten wir dann unseren Stadtbummel nach, bevor es mit dem Express Boot wieder zurueck nach Saigon ging. Wir sind gut in der Metropole angelangt und finden sogar den Verkehr nicht mehr so schlimm. Es ist erstaunlich wie schnell man sich an gewisse Dinge gewoehnt;-))

Morgen geht es dann zu den Cu Chi Tunnel und ins Kriegsmusem.

Samstag, 11. April 2009

Saigon.... wir sind angekommen

Nach einem super ruhigen Flug, dem besten den wir ueberhaupt je hatten, sind wir in HCMC (oder Saigon) angekommen. Bereits die Fahrt mit dem Taxi in die City war ein Erlebnis fuer sich. Sooooo viele Motorraeder auf einem Haufen, der sich mit-, gegen- und durcheinander bewegt, haben wir noch niergends sonst in Asien gesehen. Und oh Wunder es funktioniert problemlos. Mittendrin sind dann noch Garkuechen, Velos, Autobusse, Lastwagen und was sich sonst noch irgendwie fortbewegen kann. Unsere Bedenken was das Ueberqueren von den Strassen anbelangt wurden mit jeder Minute groesser. Der Taxidriver erklaerte uns auch sofort, das Vietnam die meisten Motorraeder auf dem ganzen Globus hat. Super, das kann ja heiter werden....

Die Vietnamesen sind uns auf den ersten Blick sehr sympathisch. Freundlich, zuvorkommend und jederzeit bemueht behilflich zu sein. Uns faellt auf, dass dies ein sehr geschaeftstuechtiges Volk ist. Wir haben relativ schnell den Eindruck erhalten, dass in diesem Land einfach alles moeglich ist. Es ist nur eine Frage von Zeit, Geduld und Devisen ...

Also der Reihe nach. Wir sind also nach unserer Ankunft mit dem Taxi ins Hotel gefahren, das sich mitten im Travellerviertel befindet. Unser erster Volltreffer, guenstig, sauber, super Lage. Der Start ist also geglueckt. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck auf der Dachterrasse des Hotels, hauten wir uns erstmals ein paar Stunden aufs Ohr und dann ging es los. Erstmals erkundigten wir die naehere Umgebung. Rund ums Hotel ist es natuerlich ziemlich tourischtisch, wobei das Wort "touristisch" schnell mal eine neue Bedeutung bekommt. Man begegnet ab und zu mal einem Menschen mit weisser Hautfarbe, die Asiaten sind jedoch deutlich in der Ueberzahl. Wir also direkt zu der als Tip im Reisefuehrer angegebenen Bar. Diese befindet sich an einer Kreuzung auf der Seite unseres Hotels, so dass wir Gelegenheit hatten das Verkehrssystem zu studieren. Waehrend unseres Aufenthalts in der Bar wird Choege von Hasch, ueber Crack, Rasierschaum und -klingen, Nastuecher, Kaugummis, Reisefuehrer (natuerlich kopiert) und vieles mehr angeboten. Choege hat bereits die ersten Zweifel was sein Aeusseres angeht.

Nach dem wir ein paar Bier gekippt haben, das hier uebrigens hervorragend schmeckt, haben wir genuegend Mut beisammen, um uns an die erste Strassenueberquerung zu wagen. Eigentlich ist es gar nicht so schwierig. Immer laufen, nicht zu schnell und nicht zu langsam, ja nicht stehen bleiben und immer dem entgegenkommenden Verkehr in die Augen schauen. Mittlerweile funktioniert das schon als waeren wir uns nichts anderes gewohnt. Wir nutzten den Nami also um uns anzuklimatisieren, das Essensangebot zu studieren und unsere Zugtickets zu kaufen. Das Buero von Vietnam Railways haben wir sofort gefunden und bis nach Hanoi alle Tickets bekommen die wir wollten. Den Rest muessen wir uns dann im Norden beschaffen, da es sich hier um Tickets einer anderen Strecke handelt und das System diese nicht reservieren kann. Langsam hatten wir Hunger und uns relativ schnell fuer ein Thai Restaurant entschieden, das im Reisefuehrer als Insider Tip angegeben war. Einmal im Urlaub kann man das ja machen. Uns war es am ersten Tag wichtig zu wissen, was wir essen. Zum Testen der vietnamesischen Kueche haben wir ja noch viel Zeit. Es hat dann auch toll geschmeckt. Vollgestopft und von der langen Anreise muede, haben wir uns dann um acht Uhr abends ergeben und sind ins Bett.

Nach 12 Stunden Schlaf waren wir dann wie neu geboren. Heute stand das alte franzoesische Viertel auf dem Programm. Wir haben alle Sehenswuerdigkeiten abgeklappert: die Notre Dame Kathedrale, das Parlamentsgebaeude, das Stadttheater, die Hauptpost, den Saigon River und am Schluss die Dachterrasse des Hotel Rex. Dort haben wir uns dann sogar noch eine laengere Pause am Pool gegoennt. Choege konnte es nicht lassen und hat die Asiaten, welche ihre Bahnen zogen provokativ herausgefordert und jeder hat ohne Worte mitgemacht. Erstaunlicherweise hat er gegen jeden einen Vorsprung herausgeholt. Er konnte es auch nicht lassen, zwischendurch die Distanz absichtlich zu verringern, so dass "der Gegner" wieder Biss entwickelte, um dann auf ein neues Gas zu geben. Ich habe mich koestlich amuesiert, vorallem am Ergeiz der Asiaten. Und etwas gelernt habe ich auch noch; verlieren tun sie nicht gerne, das war jedem ins Gesicht geschrieben. Woher Choege diese Ausdauer hat, ist mir auch jetzt noch ein Raetsel. Vorallem nachdem wir unsere Stadtbesichtigung ausschliesslich zu Fuss gemacht haben.

Wir haben auch unsere erste Pho, das ist die weltbekannte vietnamesische Suppe gegessen, natuerlich wie es sich gehoert mit Staebchen. Zudem wurden wir waehrend unserer Stadttour von zwei Studenten angesprochen, ob sie mit uns ein Interview machen koennten. Natuerlich machten wir mit....

Wir sind schon nach dieser kurzen Zeit der Meinung, das Vietnam komplett anders ist als das restliche Asien, welches wir bisher kennengelernt haben. Dieses Land verfuegt ueber ein riesen Potential und wird von einem Volk getragen, das bereit ist zu arbeiten um etwas daraus zu machen. Anders als anderswo, sind hier alle irgendwie am Handeln, Werkeln, Transportieren usw. Man sieht in dieser Millionenstadt fast keine Bettler, keine Alkis und wird vorallem nicht dauernd doof angemacht. Bisher wurde uns immer mit einer angenehmen Zurueckhaltung begegnet, welche fuer den Tourismus sehr wichtig werden koennte. Zudem sind die Vietnamesen immer zu einem Spass aufgelegt. Als uns ein Strassenhaendler einen Kokosnussdrink verkaufen wollte und Choege wie ueblich den Preis viel zu hoch fand, hat der kurzerhand Choege, seinen "Laden" uebergeben, damit dieser sieht wie schwer seine Arbeit ist. Choege hat danach breitwillig den verlangten Preis bezahlt.
Morgens und abends trifft sich die Bevoelkerung in den Parks, die ueberall zu finden sind, um sich koerperlich zu betaetigen. Das ist voll witzig zum Zuschauen, wenn zBsp 50 Damen jeder Altersklasse sich im Bauch- oder Salsatanz ueben. Die Maenner spielen Fussball, Badminton oder sonst noch Sachen die wir noch nie gesehen haben.
Wir sind sehr gespannt, was das Land alles noch zu bieten hat. Morgen geht es ins Mekong Delta, darauf freuen wir uns sehr....

Montag, 6. April 2009

Es ist soweit.....

Die Koffer sind mehr oder weniger gepackt, am Mittwoch geht es endlich los. Damit wir nicht mitten in der Nacht aufstehen müssen, übernachten wir dieses Mal in Zürich. Morgens um 8h00 fliegen wir nach Frankfurt. Dort haben wir fast 7 Stunden Aufenthalt bevor es dann in 12 Stunden nach Ho Chi Minh City geht.
Entgegen unserer ersten Pläne haben wir uns doch noch entschieden auch das Mekong Delta zu besuchen. Aufgrund der vielen negativen Reiseberichte bezüglich der Open Tour Busse werden wir ausschliesslich im Zug unterwegs sein. Wir hoffen auf diese Art die wirklichen Vietnamesen kennenzulernen und nicht nur wie Ware durchs Land geschleust zu werden.
Es wird sich zeigen ob wir richtig entschieden haben....

Bis bald und viel Spass beim Lesen unseres Blogs

See you.....

Freitag, 19. September 2008

Auf zu neuen Abenteuern....

Es ist soweit.... unser nächstes Ziel ist definiert:

V I E T N A M

Aufgrund der immer noch steigenden Treibstoffgebühren, haben wir unsere Flugtickets bereits gebucht. Anfang April 2009 geht es mit Swiss nach Frankfurt und dann mit Vietnam Airlines weiter nach HCMC (Saigon). Wir haben ganze 4 Wochen Zeit. Trotzdem reicht es nicht für das ganze Land. Das Mekong Delta sowie das Zentrale Hochland heben wir uns für ein anderes Mal auf.
Sofern das Wetter einigermassen mitmacht, werden wir der Küste entlang Richtung Hanoi reisen, auf einer Dschunke in der Halong Bucht herumgondeln und ein paar Tage bei den ethnischen Minderheiten im hohen Norden an der Grenze zu China verbringen.
Da man als Tourist in Vietnam nicht selber Autofahren darf, werden wir wiederum mit Bus, Zug und Flugzeug unterwegs sein.
In Vietnam steht Velofahren hoch im Kurs. Ich würde das Land gerne auf diese Art erkunden. Wie überall in Asien gibt es jedoch auch hier hundertausende von Motorfahrräder. Also sind die Diskussionen mit Chöge schon vorprogrammiert. Er wird bestimmt wieder auf seinen heissgeliebten Töflis durch die Gegend brausen wollen;-))
Wir werden sehen, lustig wird es bestimmt wieder. Jetzt heisst es wohl oder übel Geduld haben, bis es endlich los geht. Noch ganze 6 Monate... dabei wäre ich schon heute bereit. Beschränke ich mich halt auf meine Vorfreude und auf diesen Blogeintrag ;-))

Blog-Archiv